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23.11.2012

Lebensleistungsrente Nur wenige Rentner haben 40 Beitragsjahre

„Die Lebensleistungsrente ist eine reine Luftnummer.“

Berlin – Die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplante Lebensleistungsrente für Niedrigverdiener käme nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ nur den wenigsten Betroffenen zugute. Das Blatt beruft sich auf eine Stellungnahme der Bundesregierung zu einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Anfang November hatte sich der Koalitionsausschuss in Grundzügen auf ein Modell verständigt, wonach Bezieher geringer Arbeitseinkommen, die privat vorgesorgt haben und mindestens 40 Beitragsjahre vorweisen können, künftig eine Rente oberhalb der Grundsicherung bekommen sollen. Nach den Zahlen der Bundesregierung wird das Kriterium der Beitragszeit jedoch nur von den wenigsten Ruheständlern erfüllt.

So konnten die Männer, die im Vorjahr bundesweit neu in Rente gingen, nur eine durchschnittliche Beitragszeit von 38,9 Jahren vorweisen. Bei den Frauen war die Differenz noch deutlich großer: Sie kamen im Schnitt auf lediglich 29,87 Beitragsjahre. Nach aktuellem Stand erfüllt lediglich die Gruppe der ostdeutschen Männer die Voraussetzung für die geplante Aufstockung von Mini-Renten: Ihre Beitragseiten lagen 2011 im Schnitt bei 42,07 Jahren.

„Die Lebensleistungsrente ist eine reine Luftnummer und wird der Masse der von Altersarmut Betroffenen nicht zu Gute kommen“, sagte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, der Zeitung.

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