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Proteste beim NSU-Prozess vor dem Strafjustizzentrum München

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19.09.2013

NSU-Prozess Neue Hinweise auf Stützpunkte in Westdeutschland

Z. beschwert sich darüber, dass ihre Briefe „in der Zeitung landen“.

Dortmund/München – Die Hinweise auf Stützpunkte der rechtsextremistischen Terrorzelle „NSU“ in Westdeutschland verdichten sich. Die Haupt-Angeklagte Beate Z. hat in einem vierseitigen, der „Welt“ vorliegenden Brief an den in Bielefeld inhaftierten Robin S. einen bekannten Dortmunder Neo-Nazi erwähnt.

Der Mann ist nach „Welt“-Informationen mit Robin S. befreundet und war für den nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz tätig. Z. schreibt in dem Brief, sie würde den Mann gerne „aus vielerlei Gründen“ vor Gericht sehen, um sich ein Bild von ihm zu machen und anschließend über ihn zu lästern.

Der Mann hatte Robin S. 2007 zu einem Überfall angestiftet, bei dem der Täter einen Tunesier anschoss und lebensgefährlich verletzte. Z.s Erwähnung des Namens könnte nach „Welt“-Informationen ein Hinweis darauf sein, dass ihr die Person nicht nur aus den Erzählungen von Robin S. bekannt ist, sondern auch aus früheren Kontakten, die mit dem „NSU“ zusammenhängen.

Weiter beschwert sich Z. in ihrem Schreiben darüber, dass ihre Briefe „in der Zeitung landen“. Dies sei ein „Verstoß gegen die Grundrechte“. Sie fragt: „Wo ist der Verfassungsschutz, wenn man ihn mal braucht?“ Dieser habe schon genug in ihrem Leben „herumgepfuscht“.

Über die Nebenkläger, die die Opfer des „NSU“ vertreten, findet sie kein gutes Wort: „Die Gier mich zu verreißen, ist einfach zu groß, mal schaun, was da noch kommt.“

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