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Eingang zum Strafjustizzentrum München während des NSU-Prozesses

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25.07.2015

NSU-Prozess Nebenklage warnt vor Platzen des Verfahrens

„Wir verhandeln unter einem Damoklesschwert.“

München – Der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, Vertreter der Nebenklage im Münchner NSU-Prozess, hat angesichts der jüngsten Anzeige der Hauptangeklagten Beate Z. gegen drei ihrer vier Pflichtverteidiger wegen angeblicher Verletzung der Schweigepflicht vor einem Platzen des Prozesses gewarnt. „Wir verhandeln unter einem Damoklesschwert“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Samstagsausgabe). „Und das Seil, an dem es hängt, wird immer dünner.“

Daimagüler fügte hinzu: „Entweder das Verfahren platzt. Oder die Gefahr einer Revision steigt. Wenn es platzt und neu aufgerollt werden muss, könnte es auch sein, dass Z. aus der Untersuchungshaft entlassen werden muss. Denn eine zu lange U-Haft kann gegen die Menschenrechtskonvention verstoßen.“

Zuvor hatte bereits die Ombudsfrau der Bundesregierung für die NSU-Opfer und ihre Hinterbliebenen, Barbara John, ihre Besorgnis geäußert. Sie erklärte der „Mitteldeutschen Zeitung“, auf die Opfer und auf sie selbst wirke das aktuelle Hin und Her „in gleicher Weise beunruhigend“.

Denn wenn der Prozess platze, „dann hört auch die Suche nach den Schuldigen auf. Das ist für die Familien eine Horrorvorstellung, dass die zweitschlimmste Mordserie der Nachkriegszeit ohne Ergebnis bleiben könnte.“

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