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Proteste beim NSU-Prozess vor dem Strafjustizzentrum München
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NSU-Mordserie Binninger geht von weiteren Beteiligten aus

„Dass es nur die drei waren, kann ich mir nicht vorstellen.“

Berlin – Clemens Binninger, Ex-Obmann der Union im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages und Chef des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG), zweifelt an der allgemeinen Vorstellung, dass nur drei Personen für die rechtsradikale Mordserie verantwortlich sein sollen. „Vieles spricht gegen diese Annahme“, sagte Binninger dem Magazin „Stern“.

Zwar gäbe es bislang keinen „direkten Link“ zu Mittätern. „Aber 2000 und 2001 gab es in elf Monaten vier Morde, zwei Banküberfälle und einen Sprengstoffanschlag, obgleich nach dem Trio öffentlich gefahndet wurde, es unter hohem Entdeckungsrisiko stand und auch zwei mal umgezogen ist. Dass es nur die drei waren, kann ich mir nicht vorstellen.“

Die bisherige Ermittlungsarbeit der Behörden sieht Binninger kritisch. Er komme ins Grübeln, wenn er sehe, dass manche Spuren, etwa Handyverbindungen zu Beate Z., „doch eher nachrangig bewertet wurden“, sagte er dem „Stern“. Auch der plötzliche Tod des V-Mannes „Corelli“ sei nicht hinreichend aufgeklärt.

Zur Vernichtung von Akten bei den Sicherheitsbehörden sagte Binninger, der NSU-Ausschuss habe angenommen, dass die Ursache eine Mischung aus fehlender Sensibilität und Ungeschicklichkeit gewesen sei. „Aber ich weiß heute nicht mehr, ob es das wirklich trifft.“ Er werde sich im PKG erneut damit auseinandersetzen.

Binninger stellte im Interview in Aussicht, dass der Bundestag einen zweiten NSU-Untersuchungsausschuss einsetzen könnte. „Wenn sich bei tragenden Elementen des Falles die Indizien häufen, dass es so wie dargestellt nicht war, dann steigen wir nochmal ein. Dann sind wir in der Pflicht.“ Darüber sei er sich mit den NSU-Experten der anderen Fraktionen einig.

04.12.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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