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Gerhard Schröder

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

05.02.2014

NSA-Affäre Schröder wirft USA fehlenden Respekt vor

„Die USA haben keinen Respekt vor einem loyalen Bündnispartner.“

Berlin – Nach den Enthüllungen über abgehörte Telefongespräche durch den US-Geheimdienst NSA wirft der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) den USA fehlenden Respekt vor: „Die USA haben keinen Respekt vor einem loyalen Bündnispartner und der Souveränität unseres Landes“, sagte der Altkanzler im Gespräch mit der „Bild-Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Schröder erklärte, er habe ein solches Vorgehen der USA „nicht für möglich“ gehalten. „Dass sich Staaten gegenseitig ausspionieren, ist zwar keine neue Erfahrung. Aber das Telefon einer Bundeskanzlerin oder eines Bundeskanzlers abzuhören, geht eindeutig zu weit.“

Der eigentliche Kern des Problems sei „das ungeheure Misstrauen der Amerikaner gegenüber einem Bündnispartner, der ein hohes Maß an Solidarität gezeigt hat“, sagte Schröder unter Verweis auf die deutsche Beteiligung am Afghanistan-Krieg. Zum Irak-Krieg habe seine Regierung hingegen aus guten Gründen Nein gesagt. „Eine solche Haltung gilt es zu respektieren. Das gilt auch für die USA“, sagte der ehemalige Bundeskanzler im Gespräch mit der Zeitung.

Was die NSA bei der Abhöraktion erfahren habe, könne er nicht rekonstruieren, erklärte Schröder. Sicher sei aber, dass alle wichtigen Gespräche zu außen- und sicherheitspolitischen Themen während seiner Amtszeit im Kanzleramt stattgefunden hätten.

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