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01.03.2015

NRW-Wirtschaftsminister Gabriels Strommarkt-Pläne „zu optimistisch“

„Spiel mit der Versorgungssicherheit in unserem Land.“

Berlin – NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Neuordnung des Strommarktes als unrealistisch kritisiert.

„Aus Sicht des Industrie- und Energielandes NRW sind seine vier Grundannahmen bei der Neuordnung des Strommarktes viel zu optimistisch“, sagte Duin der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ, Montagausgabe).

Er teile nicht die Einschätzung, dass man künftig ohne Weiteres fünf Gigawatt Importstrom aus dem EU-Ausland einplanen sollte oder dass man in Spitzenverbrauchszeiten einfach den Strombedarf um zehn Gigawatt drosseln könne, so Duin.

„Wer außerdem Preisspitzen von 15000 Euro pro Megawattstunde für vertretbar hält oder bis zu 50 Stunden Stromausfall im Jahr hinnehmen will, betreibt ein Spiel mit der Versorgungssicherheit in unserem Land“, sagte der NRW-Wirtschaftsminister weiter.

Duin unterstrich die Forderung Nordrhein-Westfalens nach einer Sicherheitsreserve für sonnen- und windarme Tage, die von der Bundesnetzagentur technologieoffen ausgeschrieben werden solle. Dann könnten sich auch konventionelle Kraftwerksbetreiber aus NRW um diese potenziellen Betriebsstunden bewerben.

„Ein solcher Mechanismus würde die Stromkunden allerhöchstens zwei Milliarden Euro kosten, was mir angesichts von über 20 Milliarden Euro Umverteilung für die Erneuerbaren Energien akzeptabel erscheint. Versorgungssicherheit muss einen Preis bekommen“, sagte Duin. Es gehe nicht um einen Schutzschirm für heimische Kraftwerke.

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