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Jens Stoltenberg

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09.09.2013

Norwegen Stoltenbergs Regierung verliert Mehrheit

Laut Prognosen kommt sie auf 77 Sitze im Parlament.

Oslo – Nach der Parlamentswahl in Norwegen hat die Koalition unter dem Sozialdemokraten Jens Stoltenberg offenbar ihre Mehrheit verloren. Laut Prognosen kommt sie auf 77 Sitze im Parlament, die bürgerlichen Parteien auf 92 Sitze. Auch die Umfragen im Vorfeld der Wahl hatten eine Niederlage der Koalition vorhergesagt.

Stoltenbergs sozialdemokratische Arbeiterpartei bleibt zwar vermutlich mit laut Prognose 56 Sitzen die stärkste Kraft im Parlament, hat aber nicht mehr genügend starke Bündnispartner. Als Siegerin fühlt sich daher Erna Solberg von der konservativen Partei Hoyre, die laut Prognose 47 Sitze bekommt.

Solberg hatte schon 2009 Stimmengewinne verbuchen können, die Mehrheit der Regierung damals aber noch nicht gebrochen. Nach weiteren Stimmgewinnen bei der Kommunalwahl im Herbst 2011 blieb sie parteiintern fest im Sattel.

Solberg, in Norwegen auch „die eiserne Erna“ genannt, könnte Ministerpräsidentin werden, wenn es ihr gelingt, die dritte starke Kraft im Parlament ins Boot zu holen: mit voraussichtlich rund 30 Sitzen wird das die rechtskonservative Fremskrittspartiet. Die gilt aber auch in ihrer Partei vielen als zu rechts. Möglich ist aber auch eine Minderheitsregierung, die in Norwegen oft funktioniert.

3,6 Millionen Menschen waren an die Wahlurnen gerufen.

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