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Nowitzki Dirk Nowitzki: „NoRingski“ gibt es nicht mehr

NBA-Meister Dirk Nowitzki erhält lang ersehnten Meisterring.

Düsseldorf/Dallas – Dirk “NoRingski” gibt es nicht mehr. Wenn sich Basketball-Superstar Dirk Nowitzki am Mittwoch den legendären Meisterring für den NBA-Titel an den Finger stecken darf, dann ist er endgültig ein echter Champion – und so mancher Medien-Spott vergessen. Umgerechnet gut eine Million Euro lässt sich Team-Besitzer Mark Cuban die begehrten Schmuckstücke für Spieler, Trainer und Betreuer der Dallas Mavericks kosten. Nowitzki und andere Altstars wie Jason Kidd und Jason Terry durften sogar über das Design mitbestimmen, das Juwelier Jostens aus Minneapolis in den vergangenen Wochen umgesetzt hat.

Dabei schossen die Mavericks zeitweilig wohl etwas über das Ziel hinaus, als sie Cuban baten, umgerechnet rund 115.000 Euro für die Ringe ausgeben zu dürfen – pro Stück. “Ich sagte ihnen, ihr wisst, dass die Liga eine Obergrenze festgesetzt hat? Und die liegt nicht annähernd in dem Bereich”, erzählt Cuban. Dabei hatte dem Milliardär selbst etwas ganz Extravagantes vorgeschwebt, als er nach dem Titelgewinn im Sommer plötzlich mit der Idee kam, seinen Spielern statt des Rings einen Armreif unterjubeln zu wollen. “Ich bin ein Mann. Ich weiß nicht, was ich von einem Armband halten würde. Ich will einen Ring”, hatte Nowitzki daraufhin gesagt.

Nun freut sich aber ganz Dallas auf die nächste Party, auch wenn manche Medien schon stänkerten, die “Mavs” sollten sich lieber voll und ganz auf die Saison konzentrieren. Traditionell gibt es die Ringe vor dem ersten Spiel, doch wegen des Lockouts vor Saisonbeginn verzögerte sich die Zeremonie nun auf Mittwoch, wenn die Minnesota Timberwolves in Dallas gastieren.

Dabei blinkt und glitzert es an den Fingern der Meister heute wesentlich mehr als in den Anfangsjahren der NBA. Die sagenhaften elf Ringe, die Bill Russell als bis heute erfolgreichster Titelsammler in den 1950er und 60ern mit den Boston Celtics gewann, sehen noch vergleichsweise schlicht aus. Erst seit den 1980er wurde es individueller und luxuriöser.

2010 riefen die Los Angeles Lakers anlässlich ihrer 16. Meisterschaft die “Revolution in der Geschichte der Meisterringe” aus. In jeden der monströsen Ringe wurde ein Stück Leder des Finalballs aus Spiel sieben eingearbeitet und neben jeder Menge Diamanten ist auf den Ringen auch das dreidimensionale Antlitz des jeweiligen Spielers zu sehen.

“Er drückt aus, dass du Teil von etwas warst, was dir nie wieder weggenommen werden kann”, beschrieb Pat Riley, als Spieler und Coach insgesamt sechsmal Champion, einmal das Schmuckstück. Gegen die Ringe ist die Larry-O’Brien-Trophy, der offizielle Siegerpokal für den NBA-Meister, fast nur ein netter Zusatzlohn. Sie wird jedes Jahr für umgerechnet etwa 10.000 Euro von Tiffany hergestellt und verbleibt beim jeweiligen Team.

24.01.2012 © dapd / newsburger.de

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