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Total erwägt Löscharbeiten an Plattform

© AP, dapd

30.03.2012

Nordsee Total erwägt Löscharbeiten an Plattform

Flamme brennt weiter – Greenpeace will Forschungsschiff entsenden.

Frankfurt/Main – Der französische Energiekonzern Total denkt offenbar über den Einsatz von Löschhubschraubern nach, um eine Flamme auf der leckgeschlagenen Ölplattform „Elgin“ zu löschen. Das Energieministerium erklärte am Freitag nach einem Bericht der Zeitung „Guardian“, Total habe bestätigt, dass die Flamme weiter brenne. Die neuesten Luftaufnahmen ließen jedoch darauf schließen, dass sie offenbar kleiner werde. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kündigte an, sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage zu machen.

Total nannte die Entsendung von Löschschiffen und den Einsatz von Stickstoff als weitere Möglichkeit, um der Flamme den Sauerstoff zu entziehen. Es bestehe jedoch auch die Chance, dass die Flamme von selbst ausgehe, wenn alle Flüssigkeiten im System der Plattform verbrannt seien.

Die Flamme befindet sich etwa 100 Meter vom Austrittsort des Gases entfernt. Experten befürchten eine Explosion, sollte der Wind in den kommenden Tagen drehen und das Gas entzünden. Löschschiffe stehen bereit, in einem Umkreis von fast vier Kilometern um den Unglücksort wurde eine Sperrzone verhängt.

Total wies Angaben zurück, das Gas trete am Meeresboden aus und sei giftig. Das Gas entströme vielmehr auf einem Deck der Plattform etwa 25 Meter über dem Meerespiegel. Es handele sich um Erdgas. „Das bedeutet, dass wir nun das Leck kennen, wir kennen das Problem“, sagte ein Unternehmenssprecher dem „Guardian“ zufolge. „Wir können uns nun darauf konzentrieren, das Problem so schnell wie möglich zu lösen.“

Greenpeace kündigte unterdessen an, am (morgigen) Samstag ein Forschungsschiff zur Plattform „Elgin“ zu entsenden. Ziel der Aktion sei, sich angesichts der mangelhaften Informationspolitik von Total vor Ort selbst ein Bild von der Lage zu machen, teilte die Umweltschutzorganisation am Freitag in einer Stellungnahme mit. So wollen Greenpeace-Experten an Bord Luftmessungen an der Unglücksstelle vornehmen, um mögliche Umweltbelastungen festzustellen.

Total will nach eigenen Angaben am Montag in einer Telefonkonferenz über die aktuelle Lage auf der leckgeschlagenen Ölplattform informieren.

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