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Nodkorea droht mit Atomkrieg

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30.03.2013

Kriegsrhetorik Nodkorea droht mit Atomkrieg

USA wollen Manöver fortsetzen – Westerwelle warnt.

Berlin – Das nordkoreanische Regime hat den Konflikt mit Südkorea und den USA weiter verschärft und mit einem Atomkrieg gedroht. In einer am Samstag von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung heißt es, die Beziehungen zu Südkorea seien in den Kriegszustand getreten. Jede kleinste Provokation gegen die Würde und Souveränität des Nordens werde mit gnadenlosen physischen Aktionen ohne vorherige Warnung bestraft. Ausdrücklich kündigt das Regime an, der erste Schlag werde US-Stützpunkte in den USA und im Pazifik treffen.

Nordkorea hat seine Kriegsrhetorik in den vergangenen Wochen fortwährend verschärft. Es reagierte damit zuletzt offenbar auf die gemeinsamen militärischen Manöver der USA und Südkoreas. Ende vergangener Woche hatten zwei Tarnkappenbomber Nordkorea überflogen.

Die USA kündigen unterdessen an, die Manöver fortzusetzen. Insgesamt sollen die Übungen 45 Tage dauern. Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, die USA würden besondere fortschrittliche Fähigkeiten demonstrieren. Einzelheiten wurden nicht genannt. Zu den Drohungen aus Nordkorea hieß es, sie folgten den bekannten Mustern, würden aber aggressiver. Über den jungen nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hieß es: „Seine Unerfahrenheit ist sicher – sein Weisheit steht immer noch sehr infrage.“

Moskau ruft zur Zurückhaltung auf

Auch die russische Regierung reagierte auf die jüngste Erklärung. Moskau erwarte von allen Beteiligten so viel Verantwortung und Zurückhaltung wie möglich, erklärte das Außenministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte das Land zuvor vor einer Eskalation der Sicherheitslage gewarnt. In einem Gastkommentar für die „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe) schreibt der FDP-Politiker: „Das alles ist eine ernste Gefahr für den Frieden in der ganzen Region.“ Was auf der koreanischen Halbinsel geschehe, betreffe „die Sicherheitsarchitektur der ganzen Welt“.

Das Säbelrasseln des international weitgehend isolierten Landes war vor einigen Wochen nach einstimmig im UN-Sicherheitsrat beschlossenen neuen Strafmaßnahmen wegen eines dritten nordkoreanischen Atomtests lauter geworden. Zu Beginn der Militärmanöver hatte Nordkorea das seit 60 Jahre alte Waffenstillstandsabkommen mit Südkorea gekündigt und das 1971 eingerichtete Krisentelefon – eine direkte Telefonverbindung – gekappt. Seit dem Ende des Koreakriegs 1953 befinden sich der Norden und der Süden der Halbinsel weiterhin formell im Kriegszustand. Damals wurde lediglich ein Waffenstillstand vereinbart.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) erwartet unterdessen nicht, dass sich der Korea-Konflikt zu einem Krieg ausweitet. Der „Bild am Sonntag“ sagte BND-Präsident Gerhard Schindler, zwar zeichne sich Nordkorea gerade durch eine „besondere Aggressionsrhetorik“ aus. Das sei jedoch nicht völlig neu. Die direkte Telefonleitung nach Südkorea sei schon einmal gekappt worden. Auch hätten die Nordkoreaner im Jahr 2010 eine Korvette Südkoreas versenkt und eine kleine Inselgruppe beschossen. „Zusammengefasst: Wir gehen davon aus, dass Nordkorea keinen Krieg will.“

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