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14.02.2010

Nokia Siemens Networks sieht die Krise beendet

München – Der Netzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sieht seine Krise überwunden. „Es stimmt, dass ein Teil des vergangenen Jahres schwierig war, sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch für unser Unternehmen“, sagte NSN-Chef Rajeev Suri im Gespräch mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe). „Aber wir sind inzwischen auf dem richtigen Weg.“ Das letzte Quartal sei profitabel gewesen und NSN habe zehn Ausschreibungen für Netze der dritten Generation gewonnen. „Wir laufen also in die richtige Richtung.“ Der 42-Jährige, der das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens seit vergangenen Oktober führt, will in diesem Jahr nach Verlusten im vergangenen Jahr seinen Marktanteil wieder ausweiten. „Der Markt wird unserer Einschätzung nach in diesem Jahr stagnieren“, sagte Suri. „Wir werden aber wachsen und profitabel sein.“

Spekulationen über eine Abkehr der Muttergesellschaften sieht Suri inzwischen ausgeräumt. Zwar mussten Siemens und Nokia im vergangenen Jahr den Wert ihrer Beteiligungen nach unten korrigieren, was zu einer Belastung ihrer Bilanz führte. „Aber beide Unternehmen haben uns neues Kapital gegeben.“ Außerdem hätten sie ihre Unterstützung in einem Brief an NSN-Kunden mitgeteilt. „Für mich ist das das Ende der Diskussion“, sagte Suri. Trotz zunehmender Konkurrenz aus Asien ist der NSN-Chef für dieses Jahr optimistisch. „Wir werden stabile Preise sehen“, sagte er. Man müsse aber davon ausgehen, dass Anbieter wie Huawei früher oder später ernsthaft auch im Dienstegeschäft mitmischen werden.

Die Netzausrüster betreiben immer häufiger auch die Infrastruktur für Mobilfunkanbieter. Allerdings sei NSN dort mit einem mehrjährigen Vorsprung unterwegs, in dem es gelernt habe, dieses Geschäft effizient zu gestalten und weitgehend zu automatisieren. Allerdings gebe es mit Ericsson, Alcatel-Lucent, Huawei und ZTE zu viele Mitspieler im Markt. „Das wird langfristig nicht so bleiben“, sagte er. Es sei schwierig vorauszusagen, wie viele Unternehmen übrig blieben. „Aber es ist wahrscheinlich, dass es drei stärkere Anbieter sind.“ Nokia Siemens Networks werde einer davon sein. Vor allem die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution) könne Marktanteile verschieben. „Wer nicht rechtzeitig wettbewerbsfähig ist, wird auch insgesamt verlieren“, sagte Suri.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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