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Noch keine Spur zum Todesschützen in Berlin

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09.04.2012

Blutbad in Neukölln Noch keine Spur zum Todesschützen in Berlin

22 Hinweise eingegangen – Anwohner werden befragt.

Berlin – Nach den Schüssen auf einen jungen Mann im Berliner Bezirk Neukölln sucht die Polizei nach dem Todesschützen. Hintergründe und Motiv der Tat sind noch immer unklar, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte. Bisher seien 22 Hinweise aus der Bevölkerung bei den Ermittlern eingegangen, eine Erfolg versprechende Spur habe sich daraus aber noch nicht ergeben.

Ein Unbekannter hatte in der Nacht zu Donnerstag nahe dem Krankenhaus Neukölln unvermittelt auf eine fünfköpfige Gruppe das Feuer eröffnet. Dabei wurden ein 22-Jähriger getötet und zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche schwer verletzt. Die anderen beiden jungen Männer kamen mit dem Schrecken davon.

Der Tote stammt aus einer türkischen Zuwandererfamilie. Er erlag in einem Krankenhaus den Schussverletzungen. Seine beiden schwer verletzten Freunde sind russischer beziehungsweise arabischer Herkunft. An den Tagen nach der Tat hatten trauernde Freunde und Bekannte Blumen und Kerzen zum Ort des Geschehens gebracht. Dort findet sich auch der mehrseitige Liebesbrief eines Mädchens an das Todesopfer.

Zeugen werden weiter gesucht

Bei dem Schützen soll es sich um einen etwa 1.80 Meter großen Mann handeln. Er trug eine grün-schwarze Kapuzenjacke mit Reißverschluss. Weitere Angaben zu ihm gibt es offenbar nicht. Nach der Tat flüchtete er.

Die Ermittlungen laufen nach Angaben der Sprecherin auf Hochtouren. Kriminalisten befragten auch am Ostersonntag und Ostermontag Anwohner in der Umgebung des Tatortes. Zudem werden Tatzeugen, die bisher noch nicht befragt wurden, aufgefordert, sich zu melden.

Hinweise nehmen die 6. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer (030) 4664 – 911 601 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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