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Australische Familie baut eigenen Flughafen

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12.03.2013

Nie wieder Verspätungen Australische Familie baut eigenen Flughafen

Millionenschwerer Baulöwe hat das Warten in Brisbane satt.

Sydney – Manchmal muss man die Dinge wohl einfach selbst in die Hand nehmen. Weil eine australische Millionärsfamilie die ständigen Verspätungen und Probleme am Flughafen Brisbane über hat, baut sie nun ihren eigenen Airport. Dieser entsteht in Toowoomba, einer ländlichen Stadt in Queensland, 127 Kilometer westlich von Brisbane.

Der Flughafen von Brisbane ist seit einiger Zeit unter Beschuss, da er die wachsende Nachfrage nicht mehr bewältigen kann und Verspätungen an der Tagesordnung sind. Anfang März gab der Flughafen sogar bekannt, dass er tägliche Prognosen publizieren werde, mit wie vielen Verspätungen Reisende am jeweiligen Tag zu rechnen hätten.

Die Wagners aus Toowoomba sind eine der reichsten Familien in Queensland. 2012 schätzte die australische Zeitung “The Sunday Mail” ihr Vermögen auf rund 482 Millionen Euro und bezeichnete sie damit als die elfreichste Familie des Sonnenstaates. Die rund 78 Millionen Euro, die der neue Flughafen kosten soll, zahlen sie also mit links, vor allem da die Familie eine Baufirma besitzt und den Flughafen damit nicht nur selbst finanziert, sondern gleich auch noch selbst baut.

“Mutiges” Vorhaben

Der Flughafen wird nur 15 Kilometer außerhalb von Toowoomba gebaut – mit einer 2,87 Kilometer langen Start- und Landebahn, auf der eine Boeing 747 ohne Probleme landen kann. Die Bauarbeiten haben im März begonnen, die Fertigstellung wird ab Mitte 2014 erwartet. Bis 2019 wollen die Wagners damit 500.000 Reisende pro Jahr nach Toowoomba locken.

“Es ist mutig”, räumte Multimillionär John Wagner vor Reportern der Zeitung “The Courier-Mail” ein. “Dies wird die Spielregeln für Toowoomba und unsere Region komplett verändern.” Ursprünglich sollte der Flughafen nur Arbeiter zu den aufstrebenden Bergwerksregionen von Surat, Galilee und Bowen Basins befördern, doch die Wagners wollten einen regulären Passagierbetrieb.

Etablierte Konkurrenz hat Ausbauprobleme

“Wir hatten viele Diskussionen mit Fluglinien”, sagte John Wagner. “Da niemand je zuvor einen Flughafen so gebaut hat, waren viele Leute erst einmal skeptisch.” Aber das Blatt habe sich nun gewendet, nachdem die Leute sähen, dass der Flughafen Realität werde. Jetzt sei ausreichend Interesse vorhanden, vor allem da Toowoomba ein attraktives Ziel für die Fluglinien sei. Toowoomba ist die zweitgrößte Stadt im Inland Australiens nach der Hauptstadt Canberra.

Wenn alles nach Plan geht und der neue Flughafen nächstes Jahr eröffnet, könnte Brisbane Millionen verlieren. Der Airport dort plant zwar ebenfalls eine weitere Start- und Landebahn, hat jedoch Probleme mit der Finanzierung. John Wagner hofft natürlich, dass der große Bruder in Brisbane noch ein wenig länger braucht mit seinen Plänen. Er schätzt, dass die neue Startbahn dort erst 2020 oder 2022 Realität werden könnte. Das könnte der Wagner-Familie eine Menge Geld einspielen.

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