Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Panorama - newsburger.de

Huhn

© Arne Dedert / Symbol über dpa

21.01.2015

Neuer Vogelgrippe-Fall H5N8-Erreger bei Huhn nachgewiesen

„Als Ursache vermuten wir eine Übertragung durch Wildvögel.“

Anklam/Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen weiteren Vogelgrippe-Fall mit dem hochansteckenden Erreger H5N8. „Das Virus wurde bei einem toten Huhn in einem Tiergehege im Anklamer Stadtpark nachgewiesen“, erklärte der Amtstierarzt des Kreises Vorpommern-Greifswald, Holger Vogel.

Am Vormittag wurden alle Enten, Hühner und Gänse des Geflügelbestandes mit 50 Tieren getötet. „Als Ursache vermuten wir eine Übertragung durch Wildvögel“, sagte Vogel. Auch das Agrarministerium hält dies für wahrscheinlich.

Die Tiere gehörten zum Heimattiergarten im Stadtpark, der von einem kirchlichen Trägerverein im Auftrag der Stadt Anklam betreut wird. Das berichtete ein Sprecher der Stadt. Das Ministerium hatte zunächst erklärt, die Tiere hätten einem privaten Halter gehört. Ein Sprecher sprach später lediglich von einer „nicht-kommerziellen Haltung“.

Der Fall hat Auswirkungen auf ganz Mecklenburg-Vorpommern. So müssen Geflügelhalter ihre Tiere in Risikogebieten weiter in den Ställen lassen. Nach dem erneuten Auftreten des H5N8-Erregers könne das derzeit geltende Aufstallgebot noch nicht wieder aufgehoben werden, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) mit. Als Risikogebiete gelten Regionen, in denen besonders viele Zugvögel rasten. Experten gehen davon aus, dass Wildvögel das Virus übertragen.

In einem Sperrgebiet in einem Radius von drei Kilometern werde Geflügel nun untersucht, erklärte Amtstierarzt Vogel. Nach Darstellung des Ministeriums sind in dem Drei-Kilometer-Radius 159 Haltungen mit rund 3200 Tieren registriert.

Seit November 2014 ist damit zum vierten Mal H5N8 im Nordosten aufgetaucht – zuvor war dieser Subtyp nur aus Asien bekannt.  Zuerst war in Heinrichswalde ein Betrieb mit mehr als 30 000 Mastputen betroffen. Zwei Wochen später wurde auf der Insel Ummanz bei Rügen der Erreger bei einem für Untersuchungszwecke abgeschossenen Wildvogel – einer Krickente – nachgewiesen. Anfang Januar trat die Vogelgrippe bei Störchen, Enten und Gänsen im Rostocker Zoo auf. Auch andere Bundesländer und europäische Staaten meldeten H5N8-Fälle.

Minister Backhaus appellierte erneut an Tierhalter, Wildvögeln keinen Zugang zu Futter und Einstreu zu gewähren. Zudem sollten eigene Tiere nicht mit Wasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dpa / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/neuer-vogelgrippe-fall-h5n8-erreger-bei-huhn-nachgewiesen-77058.html

Weitere Nachrichten

Generalbundesanwaltschaft

© Voskos / CC BY 3.0

Fall Amri Generalbundesanwalt belastet NRW-Innenministerium

Ein am Freitag bekanntgewordenes Schreiben des Generalbundesanwaltes Peter Frank zum Fall des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri setzt die ...

Thomas Gottschalk 2015

© JCS /  CC BY 3.0

@herbstblond Thomas Gottschalk hat Twitter für sich entdeckt

Am Sonntagabend ist er in seiner neuen Sat.1-Show "Little Big Stars" zu sehen. Online ist Thomas Gottschalk neuerdings jederzeit zu erleben: Der ...

Justizzentrum Aachen Gerichtssaal

© ACBahn / CC BY 3.0

Mäßigungsgebot Landgericht Dresden prüft Breivik-Aussage von AfD-Richter Maier

Das Landgericht Dresden prüft erneut, ob Richter Jens Maier bei einem Auftritt gegen das Mäßigungsgebot verstoßen hat. Das berichtet der in Berlin ...

Weitere Schlagzeilen