Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

13.08.2010

Neue Stasi-Dokumente ausgewertet

Berlin – Bereits einen Tag nach dem Bau der Berliner Mauer konnte sich die DDR-Regierung sicher sein, dass sie von den Westalliierten nichts zu befürchten hatte. Dies bestätigen neu entdeckte Dokumente aus dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS), die die Birthlerbehörde auswertete. Die Frankfurter Rundschau stellt die Dokumente exklusiv vor.

Die bislang unbekannten Berichte des DDR-Geheimdienstes schließen eine Lücke in der Überlieferung über die Grenzschließung am 13. August 1961. So wusste die Stasi etwa, dass der US-amerikanische Stadtkommandant Albert Watson in der West-Berliner CDU für Empörung gesorgt hatte, weil er die Mauer als „Verkehrsbehinderung innerhalb Berlins“ abgetan hatte. Die Stasi berichtete außerdem am 17. August 1961, dass der Regierende Bürgermeister West-Berlins, Willy Brandt (SPD), „erstmalig seit längerer Zeit zum Sitz der westlichen Militärkommandanten bestellt“ und dort wegen seiner Proteste gegen die Grenzschließung zurück gepfiffen worden sei.

Die neuen Dokumente belegen zudem detailliert, wie die Stasi in den Augusttagen 1961 ihre Position innerhalb der DDR nicht nur festigte, sondern sogar ausbaute. Sie griff schnell dort ein, wo Polizei und Transportpolizei bei der Schließung der Grenze Fehler machten, und profilierte sich so als Kontrolleur anderer Sicherheitsorgane. Die Stasi-Berichte gingen nicht nur an die DDR-Regierung und die SED, sondern auch an den sowjetischen Geheimdienst KGB.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/neue-stasi-dokumente-ausgewertet-12970.html

Weitere Nachrichten

Neonazi

© Marek Peters / marek-peters.com / GFDL 1.2

Niedersachsen Zahl rechter Straftaten erneut gestiegen

Die Zahl rechter Straftaten in Niedersachsen ist 2016 erneut gestiegen. Laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" (Samstag) verzeichnete die Polizei 1622 Delikte ...

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Flüchtlinge

© ververidis / 123RF Lizenzfreie Bilder

Bericht NRW beteiligt sich nicht an Afghanistan-Abschiebung

NRW wird sich an der dritten Sammelabschiebung nach Afghanistan nicht beteiligen. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" ...

Weitere Schlagzeilen