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Neue Hilfe für Opfer

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03.05.2012

"Loveparade Selbsthilfe" Neue Hilfe für Opfer

Kontaktstelle in Duisburg will ab sofort Betroffene telefonisch und persönlich beraten.

Duisburg – Fast zwei Jahre nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg gibt es für Betroffene eine neue Anlaufstelle. Der Verein „Loveparade Selbsthilfe“ eröffnete am Donnerstag in der Ruhrgebietsstadt eine Kontaktstelle für Opfer und ihre Angehörige. Hilfesuchende könnten sich dort telefonisch oder persönlich beraten lassen oder einfach nur Kontakte zu anderen Betroffenen knüpfen, sagte der Vorsitzende des Selbsthilfevereins, Jürgen Hagemann.

Obwohl das Unglück bereits fast zwei Jahre zurückliege, sei die Kontaktstelle „notwendiger denn je“, sagte Hagemann. Nach wie vor gebe es einen großen Beratungsbedarf, beispielsweise in Versicherungsangelegenheiten.

Erste Ansprechpartnerin für Hilfesuchende soll künftig Angelika Köhler sein. Sie arbeitet als bislang einzige hauptamtliche Mitarbeiterin für die Kontaktstelle. Ihr Sohn hatte im Juli vor zwei Jahren auf der Loveparade feiern wollen, war jedoch nicht bis zum Festareal vorgedrungen und daher nicht in die Massenpanik verwickelt worden.

Die Beratungsstelle ist unter den Nummern 0 20 65 / 70 09 675 und 01 63 / 79 69 427 sowie per E-Mail an beratung@loveparade-selbsthilfe.de zu erreichen. Außerdem bietet die Kontaktstelle in der Duisburger Schwanenstraße 5 donnerstags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr persönliche Sprechzeiten an.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 waren durch eine Massenpanik 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden zum Teil schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 17 Personen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Darunter sind Bedienstete der Stadt, Mitarbeiter des Veranstalters und ein Polizeibeamter. Der Geschäftsführer des Loveparade-Veranstalters Lopavent, Rainer Schaller, und der damalige Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) zählen bislang nicht dazu.

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