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Akropolis in Athen

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07.08.2015

Neue Griechenland-Hilfen Berlin warnt vor mangelhafter Ausgestaltung

Man solle notfalls lieber zwei oder drei Wochen länger verhandeln.

Berlin – Die Bundesregierung hat davor gewarnt, ein neues Rettungsprogramm für Griechenland wegen des aktuellen Zeitdrucks nicht ordentlich auszugestalten. Man solle notfalls lieber zwei oder drei Wochen länger verhandeln, um am Ende ein vernünftiges Programm zu haben, sagte ein Regierungsvertreter dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Stattdessen gebe es jedoch die Tendenz, unbedingt eine schnelle Einigung zu schließen und einige besonders strittige Punkte bei den Verhandlungen auszuklammern.

Die Vertreter der Geldgeber sprechen derzeit mit der Athener Regierung über die Bedingungen des Rettungsprogramms. Die EU-Kommission dränge auf eine schnelle Einigung, hieß es in Verhandlungskreisen. Sie argumentiere mit der Gefahr von Neuwahlen in Griechenland. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) mache Druck, da sie an einer zügigen Rekapitalisierung der griechischen Banken interessiert sei.

Das Ziel einer schnellen Einigung sei nicht die beste Bedingung für ein „qualitativ hochwertiges drittes Programm“, hieß es in Regierungskreisen.

Am 20. August muss Griechenland 3,2 Milliarden Euro an die EZB überweisen. Deshalb wird angestrebt, bis dahin die erste Hilfstranche auszahlen. Ob das klappe, werde sich am Wochenende abzeichnen, hieß es im Umfeld der Gläubiger.

Sollten sich die Vertreter von EU, EZB, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Euro-Rettungsfonds ESM mit der Athener Regierung kommende Woche auf eine Vereinbarung einigen, würden die Euro-Finanzminister vermutlich am Freitag über das Ergebnis beraten. Dazu sei eine Telefonkonferenz angedacht, hieß es.

Am 17. oder 18. August könnte dann der Bundestag in einer Sondersitzung über das Ergebnis abstimmen. Am 19. August würden die Euro-Finanzminister die Auszahlung der ersten Hilfstranche freigeben.

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