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12.09.2010

Neue Ermittlungen zu Oktoberfest-Attentat gefordert

München – 30 Jahre nach dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest wollen Politiker und Juristen die Ermittlungen zu dem Fall wieder aufnehmen lassen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Sonntag vorab. Es gehe dabei um die Frage, ob der Attentäter Gundolf Köhler am 26. September 1980 allein gehandelt hat oder ob es Hintermänner für den Anschlag gab, bei dem 13 Menschen starben und 219 verletzt wurden.

„Ich lasse nicht locker, bis das Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen wird“, sagt der SPD-Rechtsexperte Peter Danckert. Der Münchner Anwalt Werner Dietrich will im Auftrag von Opfern das Verfahren wieder beleben. Unterdessen beschreiben neue Dokumente aus einem Nachlass den Hauptzeugen als ehemals aktiven Rechtsextremisten und als möglichen Spitzel des Verfassungsschutzes. Damit wird die Theorie in Frage gestellt, dass der zwischenzeitlich verstorbene Augenzeuge nur zufällig am Tatort war.

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