newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Junge Leute vor einer Universität
© über dts Nachrichtenagentur

Neuauflage der Studiengebühren Politik reagiert kritisch auf Vorstoß der Hochschulrektoren

Das Thema sei „garantiert nicht erledigt“.

Berlin – Die Politik hat kritisch auf den Vorstoß der Hochschulrektoren zu einer Neuauflage der Studiengebühren reagiert. Nach Ansicht von Fachleuten, darunter der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, ist die aktuelle Gebührenfreiheit in Deutschland nur eine Momentaufnahme, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagsausgabe). Das Thema sei „garantiert nicht erledigt“, sagte Hippler.

Aus Union wie SPD gab es Widerspruch. „Wir haben eine gesamtgesellschaftliche Debatte geführt, am Ende stand das Ergebnis, dass die Allgemeinheit und nicht einzelne Familien das Studium bezahlen“, sagte Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) der „Süddeutschen Zeitung“.

Seine nordrhein-westfälische Kollegin, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD), sagte der SZ, sie sehe hier den „Versuch, ein erledigtes Thema aufzuwärmen“. Mit dem Ende der Gebühren, in Nordrhein-Westfalen zum Herbst 2011, habe der Staat „wieder die Verantwortung übernommen“, das Land investiere seitdem Zusatzmittel für eine bessere Lehre.

Harsche Kritik kam am Freitag auch vom bundesweiten studentischen Dachverband fzs. Sieben Bundesländer hatten vom Jahr 2005 an Gebühren von Studenten verlangt. Später entfielen die Beiträge von meist 500 Euro im Semester wieder, zuletzt in Bayern und Niedersachsen.

Hippler und andere Bildungsexperten hatten in der Freitagsausgabe der SZ auch auf die Idee nachgelagerter Beiträge verwiesen, die erst später bei gutem Verdienst der Absolventen zu entrichten wären. Der Chef der Rektorenkonferenz hatte auf die Kassenlage der Länder verwiesen sowie auf Prinzipien: „Grundsätzlich ist es nicht verständlich, dass ein junger Mensch, der später in der Regel stark von seiner Bildung profitiert, nicht auch moderat in diese investiert.“ Ein bundesweites verlässliches Modell sei seiner Ansicht nach ideal.

Wie das Thema Studiengebühren Wissenschaft und Politik spaltet, hatte bereits im vergangenen Jahr ein interner Streit gezeigt. Damals hatte der Wissenschaftsrat, das mit Experten aus Hochschulen und Ministerien besetzte einflussreiche Beratungsgremium, ein Leitbild für das Wissenschaftssystem der nächsten zehn Jahre erarbeitet.

Im vertraulichen Entwurf standen noch „Überlegungen, die private Beteiligung an der Finanzierung des Wissenschaftssystems zu intensivieren, beispielsweise über Studienbeiträge“. Diesen Vorstoß aus der Wissenschaft blockten die Vertreter der Politik letztlich aber ab, in der finalen Fassung des Zukunftsgutachtens tauchten die Gebühren gar nicht mehr auf.

18.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Bärbel Bas, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, plädiert für einen Strategiewechsel in der Impfkampagne. Im ARD-Mittagsmagazin sagte sie am Dienstag: "Es braucht eine andere Kampagne, es braucht aufsuchende Angebote". In ihrer Stadt, in Duisburg, fahre ...

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Starke Bewegungen zeigt das RTL/ntv-Trendbarometer in dieser Woche bei den Parteiwerten: Gegenüber der Vorwoche fällt die Union um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die SPD gewinnt drei Prozentpunkte und erreicht mit 19 Prozent den besten Wert seit April 2018. Die ...

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »