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Hochspannungsleitung Strom

© Schmidti / CC BY-SA 3.0

10.01.2016

Bundesnetzagentur Netzbetreiber kassieren häufig überhöhte Entgelte

Gesetzesänderung gefordert.

Mainz – Netzbetreiber verlangen häufig unangemessen hohe Netzentgelte. Das hat die Bundesnetzagentur in einem Beschluss festgestellt, der dem ZDF-Wirtschaftsmagazin „WISO“ vorliegt. Demnach haben die Kontrolleure der Bundesnetzagentur in „ihrer Prüfpraxis häufig“ festgestellt, dass Netzbetreiber ihren Verdienst, die so genannten Erlösobergrenzen, überhöhen.

Gegenüber „WISO“ erklärte der Pressesprecher der Bundesnetzagentur, Fiete Wulff: „Es gibt einen allgemeinen Verdacht, dass Erlösobergrenzen überhöht sein können.“ Die Bundesnetzagentur könne aber die Kontrolle der Kostendaten der Netzbetreiber aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen, da diese Daten von den Unternehmen als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse deklariert würden. Die Bundesnetzagentur verlangt deshalb in der „WISO“-Sendung am Montag, 11. Januar 2016, 19.25 Uhr, im ZDF eine Änderung der Gesetze. „Wir setzen uns hier für eine gesetzliche Klarstellung ein.“

Geschätzte 18 Milliarden Euro Netzentgelte zahlen Stromkunden. Es könnte fast eine Milliarde weniger sein, so Experten, wenn besser kontrolliert würde. Netzentgelte sind der zweitgrößte Preistreiber bei den Strompreisen. Im Schnitt machen sie fast ein Viertel der Stromrechnung aus. Viele der über 800 Stromnetz-Betreiber haben für 2016 eine Erhöhung der Netzentgelte angekündigt.

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