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Netzausbau Telekom begrüßt andere Regulierungspolitik der EU

In Städten müsste die Telekom ihre Preise frei gestalten dürfen.

Berlin – Die Deutsche Telekom lobt, dass der neue EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günter Oettinger (CDU), bei neuen DSL-Anschlüssen längere Kündigungsfristen ins Gespräch bringt, um den Netzausbau anzutreiben.

„Ich kann nur begrüßen, wenn die EU nicht mehr nur sinkende Tarife als wichtigstes Ziel ihrer Telekommunikationspolitik ansieht“, sagte Telekom-Chef Tim Höttges im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Es sei eine gute Idee, wenn sich Oettinger nun dazu Gedanken mache, die Unternehmen mit mehr Ertragssicherheit zu mehr Investitionen zu bewegen.

Dabei fordert Höttges insgesamt eine andere Regulierung: In Städten müsste die Telekom ihre Preise frei gestalten dürfen, weil sie dort oft „nur noch Nummer zwei oder drei“ sei. Auf dem Land könnten dagegen höhere Preise ein Modell sein, um Investitionen anzulocken.

„Abseits der urbanen Räume wäre es prinzipiell wirtschaftlich sinnvoll, wenn wir unsere Großhandelspreise für die Wettbewerber und das Endkundenangebot nach den Kosten ausrichten könnten. Dann würden sich Investitionen abseits eng besiedelter Gebiete etwas mehr lohnen. Aber das ist Theorie, ich setze eher auf regionale Zuschüsse für den Netzausbau als auf Tarifzuschläge auf dem Land.“

18.11.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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