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31.10.2009

Nato-Bericht lastet deutschem Oberst Fehler in Operationsführung an

Berlin – Der in dieser Woche vorgelegte Nato-Bericht zum Luftschlag in Afghanistan weist angeblich auf klare Fehler in der deutschen Operationsführung hin. Das berichtet das Magazin „Spiegel“ vorab. Der deutsche Oberst K., Kommandeur des Wiederaufbauteams in Kunduz, habe sich nicht an das Standard-Einsatzverfahren, die sogenannten Standing Operation Procedures (SOP), gehalten. So habe er die Luftunterstützung mit der Begründung angefordert, seine Truppen hätten Feindberührung, obwohl sich keine Isaf-Soldaten in der Nähe der Tanker aufhielten. Er habe es abgelehnt, als niedrigere Eskalationsstufe, die F-15-Jagdbomber zunächst im Tiefflug über die Tanker fliegen zu lassen. Darüber hinaus wird allerdings auch auf mehreren Seiten die militärisch angespannte Lage in Kunduz vor der Bombardierung geschildert. „Der Bericht liefert Argumente für die Verurteilung von Oberst K., genau so wie zu seiner Entschuldigung“, sagt ein Kenner des Berichts. Der für Afghanistan zuständige Isaf-Kommandeur, US-General Stanley McChrystal, lehnte eine Stellungnahme unter Hinweis auf die Geheimhaltung des Papiers ab.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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