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Nahverkehr in drei Städten lahmgelegt

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07.03.2012

Warnstreik Nahverkehr in drei Städten lahmgelegt

Gewerkschaft rechnet mit 10.000 Streikenden – Auch Kliniken und Kindergärten betroffen.

Berlin – Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist es am Mittwoch in zahlreichen Städten in Baden-Württemberg zu Beeinträchtigungen gekommen. Betroffen war unter anderem der öffentliche Nahverkehr. Seit den frühen Morgenstunden legen Mitarbeiter der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), des Städtischen Verkehrsbetriebs Esslingen (SVE) sowie der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) die Arbeit nieder, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di sagte.

Die Gewerkschaft erwartete, dass landesweit etwa 10.000 Beschäftigte am Mittwoch in Warnstreik treten. Bereits am Dienstag hatten rund 1.000 Mitarbeiter von Bund und Kommunen die Arbeit ruhen lassen. Am Donnerstag und Freitag sollen die Warnstreiks weitergehen, wenn auch eingeschränkt.

In Stuttgart stiegen zahlreiche Pendler aufs Auto um, weil keine Bussen und Bahnen fuhren. Die Polizei registrierte stadtweit ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Es habe aber keine schweren Beeinträchtigungen gegeben. Auf der B 27 stadteinwärts staute sich der Verkehr auf fünf Kilometern. Auch auf der B 10 in Richtung City mussten sich die Autofahrer in Geduld üben.

Betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren auch Kliniken, Kindergärten sowie städtische Verwaltungen. In Stuttgart waren infolge des Warnstreiks rund 85 Prozent aller städtischen Tageseinrichtungen für Kinder geschlossen. Städtische Mitarbeiter, die sich nicht am Arbeitskampf beteiligten und keine anderen Betreuungsmöglichkeiten hatten, durften ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen.

Arbeitskampf-Aktionen im öffentlichen Dienst waren laut ver.di auch in Ulm, Friedrichshafen, Konstanz, Böblingen, Rastatt, Gaggenau, Esslingen, Göppingen, Geislingen und Schwäbisch Gmünd geplant. In mehreren Städten sollte es Kundgebungen geben.

Mit den Arbeitsniederlegungen will ver.di in der laufenden Tarifrunde der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen.

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