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Lufthansa-Maschine wird am Flughafen beladen

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27.03.2015

Nach Germanwings-Absturz UN-Luftfahrtbehörde fordert Spezial-Untersuchungen für Piloten

Auch neuropsychologische Tests könnten hinzugezogen werden.

Montréal – Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen (ICAO) hat nach dem Absturz des Germanwings-Flugs 4U9525 besondere medizinische Untersuchungen für Piloten gefordert.

Die Tests müssten von Ärzten vorgenommen werden, die auf die speziellen gesundheitlichen Anforderungen im Luftverkehr geschult seien, heißt es in einer Erklärung der ICAO. Falls erste Ergebnisse nicht eindeutig ausfielen, sollten noch speziellere Untersuchungen folgen. Dann könnten auch neuropsychologische Tests hinzugezogen werden.

Der Co-Pilot des abgestürzten Germanwings-Flugs war nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) in medizinischer Betreuung. Wegen einer „schweren depressiven Episode“ vor sechs Jahren sei er in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe sich auch vor dem Todesflug am vergangenen Dienstag in „besonderer, regelhafter medizinischer“ Betreuung befunden, zitiert „Bild“ aus internen Unterlagen.

Nach dem tragischen Absturz debattieren zahlreiche Organisationen sowie Vertreter aus Unternehmen und Gewerkschaften über die Ursache und mögliche Konsequenzen für die Luftfahrt. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) soll sich künftig kein Pilot mehr allein im Cockpit aufhalten dürfen.

Germanwings-Chef Thomas Winkelmann hat sich skeptisch gezeigt, ob neue Sicherheitsstandards für Flugzeug-Cockpits einen Fall wie den Absturz von Flug 4U9525 hätten verhindern können.

Die Germanwings-Maschine des Typs Airbus A320 war am Dienstagvormittag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf mit 150 Menschen an Bord im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt. Dem Auswärtigen Amt zufolge waren 75 Deutsche unter den Passagieren.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marseille hatte sich der Co-Pilot zum Unglückszeitpunkt allein im Cockpit befunden und den Sinkflug vorsätzlich eingeleitet. Der Co-Pilot habe die Tür zum Cockpit offenbar nicht öffnen wollen, nachdem der Pilot dieses verlassen hatte.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat vor voreiligen Rückschlüssen aus der Auswertung des Sprachrekorders der abgestürzten Germanwings-Maschine gewarnt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, um die näheren Umstände des Todes der Fluggäste und der Besatzung aufzuklären.

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