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Thomas Oppermann

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27.03.2015

Nach Germanwings-Absturz Oppermann warnt vor Schuldzuweisungen gegen Airline

„Man kann hundertprozentige Sicherheit nicht per Gesetz beschließen.“

Berlin – SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine im Süden Frankreichs am Dienstag vor Schuldzuweisungen gegen die Fluggesellschaft gewarnt.

Die Cockpit-Sicherung sei nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zum Schutz der Piloten und Passagiere vor Terroristen eingeführt worden: „Niemand konnte auf die Idee kommen, dass wir Passagiere vor einem Piloten schützen müssen“, sagte Oppermann im Interview der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe).

Er begrüßte die Einführung der Zwei-Personenregel in den Lufthansa-Cockpits. „Ich finde es richtig, dass die Fluggesellschaften sofort dafür gesorgt haben, dass zukünftig niemals ein Mensch allein im Cockpit ist.“

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Marseille hatte sich der Co-Pilot der abgestürzten Maschine zum Unglückszeitpunkt allein im Cockpit befunden und den Sinkflug offenbar vorsätzlich eingeleitet. „Dass jemand 149 Menschen vorsätzlich mit sich in den Tod reißt, übersteigt jede Vorstellungskraft“, sagte Oppermann. „Das ist eine unfassbare Tragödie, die sich nicht in Worte fassen lässt.“

Der SPD-Fraktionschef räumte ein, dass die Handlungsmöglichkeiten der Politik angesichts derartiger Katastrophen begrenzt seien: „Man kann hundertprozentige Sicherheit nicht per Gesetz beschließen“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“.

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