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Sahra Wagenknecht

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21.08.2015

Nach Euro-Äußerungen Linken-Spitze geht auf Distanz zu Wagenknecht

„Deshalb ziehen wir in der Linken aber nicht die Schlussfolgerung: Raus aus dem Euro!“

Berlin – Führende Politiker der Linkspartei sind auf Distanz zu den Euro-kritischen Äußerungen der künftigen Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht gegangen. „Ein Zurück zu den alten Nationalstaaten in Europa, auch zum alten deutschen Nationalstaat, darf es mit der Linken nicht geben“, sagte der amtierende Fraktionschef Gregor Gysi der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstagausgabe).

Der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, meinte gegenüber dem Blatt: Man habe eine gemeinsame Einschätzung, dass der Euro die schwachen Länder schwächer und die starken Länder stärker mache. „Deshalb ziehen wir in der Linken aber nicht die Schlussfolgerung: Raus aus dem Euro! Sondern wir sagen: Auf Dauer funktioniert diese Politik des wirtschaftlichen Ungleichgewichts nicht, das vor allem durch die deutschen Exportüberschüsse befeuert wird“, erläuterte Riexinger.

Kritik kam auch von den Grünen. Parteichefin Simone Peter sagte der „Saarbrücker Zeitung“, es sei abwegig, sich vom Euro zu verabschieden. „Für mich bewegt sich die Linkspartei weiter weg von einer europäischen Partei. Sie begibt sich damit auf die Ebene der Nein-Sager in der Union, die ja auch den Grexit befürworten und damit die Einheit Europas in Gefahr bringen.“

Wagenknecht hatte den Euro zuvor offen in Frage gestellt, weil er immer größere Ungleichgewichte erzeuge.

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