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Mutmaßliche Ikea-Erpresser bleiben in U-Haft

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26.01.2012

Kriminalität Mutmaßliche Ikea-Erpresser bleiben in U-Haft

Polnische Staatsanwaltschaft wertet Akten auch aus Deutschland aus.

Berlin/Wroclaw – Neun Monate nach dem Beginn der Anschlagsserie auf Ikea-Möbelhäuser in Europa ist ein Abschluss der Ermittlungen gegen die beiden mutmaßlichen Erpresser noch nicht abzusehen. Ein Gericht habe die Untersuchungshaft gegen die Anfang Oktober festgenommenen Polen um weitere drei Monate bis 5. April verlängert, sagte der Sprecher der Appellationsstaatsanwaltschaft Wroclaw (Breslau), Marek Ratajczyk, der Nachrichtenagentur dapd. Die 39 Jahre alten Männer sollen im vergangenen Jahr Anschläge auf Ikea-Filialen in Dresden und anderen europäischen Städten verübt haben.

Derzeit warte die Behörde auf die Übersendung von Beweismaterial aus Belgien und Tschechien, das im Zuge der Rechtshilfe angefordert worden war. Akten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden seien bereits eingegangen. Diese würden derzeit ins Polnische übersetzt und sollen dann ausgewertet werden. Daher stehe noch nicht fest, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden können.

Die Anschlagsserie hatte im Mai 2011 mit Explosionen kleinerer Sprengsätze in Filialen der schwedischen Möbelhauskette in Lille (Frankreich), Gent (Belgien) und Eindhoven (Niederlande) begonnen. Im Juni war auch eine Filiale in Dresden betroffen. Beim Anschlag in Tschechien wurde der Sprengsatz rechtzeitig gefunden und entschärft. Die Beschuldigten sollen sechs Millionen Euro von dem Konzern gefordert haben.

Die Appellationsstaatsanwaltschaft Wroclaw ermittelt wegen der Vorwürfe der Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen und versuchter Erpressung. In insgesamt sechs Fällen sollen Sprengsätze explodiert sein, sagte der Sprecher. Die beiden Beschuldigten hätten sich im Verfahren zu den Vorwürfen geäußert. Nähere Angaben dazu machte er nicht. Es seien auch zahlreiche Zeugen gehört worden, hieß es.

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