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Muschg verteidigt Grass

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08.04.2012

Grass-Gedicht Muschg verteidigt Grass

„Das dröhnende Schweigen“ zeige, „dass die Selbstgefälligkeit nicht nur auf seiner Seite“ sei.

Baden – Der international renommierte Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg verteidigt den wegen eines israelkritischen Gedichts in die Kritik geratenen deutschen Kollegen Günter Grass. Der Antisemitismus-Vorwurf gegen den Literaturnobelpreisträger sei „so absurd unbillig und unverhältnismäßig, dass man über die fast geschlossene Front gegen den Autor nur staunen kann“, schreibt Muschg in der Schweizer Zeitung „Der Sonntag“.

Seine Kritiker würden Grass „für etwas geißeln, was er nicht geschrieben hat“. Grass werde die Kompetenz abgestritten, Kritik an Israel zu üben. „Warum“, fragt Muschg, „drückt sich die deutschsprachige Reaktion fast einhellig vor der Frage, ob sich diese Kritik denn erledigt hat? Und womit hat ein Autor wie Grass das Recht verwirkt, sich weltbürgerlich zu äußern?“ Muschg urteilt: „Das dröhnende Schweigen“ zeige, „dass die Selbstgefälligkeit nicht nur auf seiner Seite“ sei.

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