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Münchner Siemens-Konzern kündigt Totalausstieg aus dem Atomgeschäft an

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18.09.2011

Siemens Münchner Siemens-Konzern kündigt Totalausstieg aus dem Atomgeschäft an

München – Der Münchner Siemens-Konzern verabschiedet sich komplett aus dem Atomgeschäft. Das erklärt Unternehmenschef Peter Löscher in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

„Das Kapitel ist für uns abgeschlossen“, bekräftigt Löscher gegenüber dem Blatt. Die Entscheidung, sagte der Siemens-Chef, sei die „Antwort“ seines Unternehmen „auf die klare Positionierung von Gesellschaft und Politik in Deutschland zum Ausstieg aus der Kernenergie“ nach der Atomkatastrophe von Fukushima. Statt sich am Bau kompletter Kernkraftwerke zu beteiligen, will der Konzern künftig nur noch Komponenten wie Dampfturbinen liefern, die auch bei konventionellen Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Zu dem seit längerem geplanten Atom-Joint-Venture mit dem russischen Rosatom-Konzern werde es nun nicht mehr kommen, kündigt der Siemens-Chef an. Stattdessen wolle man mit dem Partner „auf anderen Feldern“ zusammenarbeiten. Löscher stuft die geplante Energiewende in Deutschland als „Jahrhundertprojekt“ ein. Das Ziel, den Ökostrom-Anteil bis 2020 auf 35 Prozent zu erhöhen, hält er für erreichbar.

Auch in der Euro-Diskussion unterstützt Löscher den Kurs von Angela Merkel. „Wir stehen voll hinter der weiteren europäischen Integration und den Europazielen der Bundeskanzlerin“, erklärt der Siemens-Chef gegenüber dem „Spiegel“. Gleichzeitig rechnet er nicht mit einem Zerfall der Euro-Zone. „Dieser Fall wird nicht eintreten. Davon bin ich überzeugt“, so Löscher.

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