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Regierung und Bahn wollen Koordinator

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10.11.2010

Münchner S-Bahn Regierung und Bahn wollen Koordinator

München – Um eskalierende Proteste gegen einen zweiten S-Bahn-Tunnel in München zu verhindern, wollen die bayerische Staatsregierung und die Bahn nun einen Koordinator für Kommunikation einsetzen und ein Bürgerbüro errichten. „Dort sollen die Leute früh und fortlaufend über die Planungen und die nächsten Schritte unterrichtet werden, auch über Themen wie mögliche Entschädigungen“, sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil der „Süddeutschen Zeitung“.

Das Bürgerbüro könnte beispielsweise in einem S-Bahn-Waggon durch die betroffenen Stadtteile touren. Wer den Job des Kommunikationskoordinators übernehmen werde, sei noch offen. Er suche eine Persönlichkeit, „die ebenso vertrauenswürdig wie unabhängig ist“, sagte Zeil.

Hintergrund sind die teils gewaltsamen Proteste gegen den neuen Bahnhof Stuttgart 21. Dort wurde inzwischen der CDU-Politiker Heiner Geißler als Schlichter eingesetzt. Diese Funktion solle der Münchner Koordinator aber nicht übernehmen, sagte Zeil. „Wenn wir vorausschauend agieren und die Menschen mitnehmen, dann brauchen wir keinen Schlichter.“

Er wolle vielmehr aktiv den Dialog mit den Gegnern einer zweiten S-Bahn-Strecke suchen. „Wir dürfen nicht Getriebene sein, so wie das zuletzt in Stuttgart passiert ist.“ Die Kosten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke schätzt der Minister inzwischen auf zwei Milliarden Euro. Bislang waren die Planer von 1,6 Milliarden Euro ausgegangen.

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