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Münchner Kampfansagen Richtung Dortmund

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17.03.2012

1. Bundesliga Münchner Kampfansagen Richtung Dortmund

Befindlichkeiten beim BVB, Bayern mit neuer Zuversicht nach Rekordsieg gegen Basel.

Düsseldorf – Kaum gibt es beim bislang souveränen Tabellenführer Dortmund erste Befindlichkeiten, meldet sich auch schon der wiedererstarkte FC Bayern mit Kampfansagen im Titelrennen der Fußball-Bundesliga zurück.

„Fünf Punkte kann man aufholen. Wir werden alles versuchen, um die restlichen Spiele zu gewinnen und dann schauen wir mal, was in der Liga noch passiert“, sagte Münchens Superstar Franck Ribery vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC am Samstag (18.30 Uhr) der „Bild“-Zeitung.

Hatten die Bayern nach der Niederlage in Leverkusen vor zwei Wochen noch ihre Titelambitionen ad acta gelegt, ist mit dem Rückenwind aus der Champions League vor dem 26. Spieltag der Bundesliga die Zuversicht an der Säbener Straße zurückgekehrt. Das 7:0 gegen den FC Basel – der höchste Sieg des Rekordmeisters in der „Königsklasse“ war laut Thomas Müller „eine Ansage an jegliche Konkurrenz – auch an die deutsche“.

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge erklärt die Partie bei Hertha zum Schicksalsspiel: „Wenn wir noch eine Chance haben wollen, Meister zu werden, müssen wir gegen Hertha gewinnen.“ Den Bayern droht allerdings ein prominenter Ausfall. Trainer Jupp Heynckes lag am Freitag mit 39 Grad Fieber im Bett, wird aber wohl am Samstag nach Berlin nachreisen.

In Dortmund demonstriert Meistertrainer Jürgen Klopp ob der Münchner Rückkehr zur alten Stärke Gelassenheit. „Mir war vollkommen klar, dass Bayern gegen Basel hoch gewinnen kann. Ich war einer derjenigen, der es für möglich gehalten hat, dass sie in dieser Saison wieder richtig guten Fußball spielen“, sagte Klopp und hofft nach dem kleinen Ausrutscher in Augsburg auf Wiedergutmachung gegen Werder Bremen am Samstag.

Doch irgendwie passt es ins Bild, dass ausgerechnet in dieser Phase ein wenig Unruhe beim BVB einkehrt. Der Ärger über das unnötige 0:0 gegen Augsburg war noch nicht verzogen, da meldete sich plötzlich der Berater von Torjäger Robert Lewandowski zu Wort und beklagte das „enttäuschende Angebot“ der Dortmunder zur Verlängerung des 2014 auslaufenden Vertrages. Auch Ivan Perisic, im Sommer für 5,5 Millionen Euro aus Brügge gekommen, äußerte seine Unzufriedenheit über seine Reservistenrolle. Und zu allem Überfluss zieht sich eine Rückkehr von Jungstar Mario Götze, der noch an den Folgen einer Schambeinentzündung leidet, weiter hin. Ende nächster Woche wird der 19-Jährige nun aus der Reha in Donaustauf zurückerwartet.

Doch all die Nebengeräusche sollen gegen Werder wieder nebensächlich sein. „Ich erwarte eine Reaktion auf das, was wir in Augsburg gespielt haben“, sagt Klopp. Zugute dürfte ihm die Sperre von Bremens Torjäger Claudio Pizarro kommen, der nach seiner Ohrfeige am Sonntag gegen den Hannoveraner Emanuel Pogatetz nachträglich vom DFB-Kontrollausschuss für zwei Spiele gesperrt worden ist.

Ob Dortmund aber ausgerechnet aus Berlin Schützenhilfe erhält, ist doch eher fraglich. Nur eines der letzten 14 Spiele vermochten die Berliner auf ihrer rasanten Talfahrt in den Tabellenkeller der Bundesliga zu gewinnen. „Wir dürfen uns nicht wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten, sonst haben wir von vorneherein verloren“, forderte Hertha-Trainer Otto Rehhagel.

Im Rennen um die Champions-League-Plätze hinter Dortmund und Bayern wartet unterdessen auf Borussia Mönchengladbach ein Schlüsselspiel beim Tabellenfünften Bayer Leverkusen. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg steht für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre die gute Ausgangsposition (acht Punkte vor Bayer) auf dem Spiel. Gleiches gilt für den FC Schalke 04, der drei Tage nach den Strapazen in der Europa League (4:1 gegen Twente Enschede) bei Angstgegner 1. FC Kaiserslautern gastiert. Zuletzt gab es drei Pleiten gegen den FCK.

Für Hannover 96, am Donnerstag durch ein 4:0 gegen Standard Lüttich erstmals ins Viertelfinale der Europa League eingezogen, geht der Alltag indes mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln weiter. Langweilig ging es aber auch in Köln nicht zu, gab es mit der Sportdirektorensuche sowie dem nächsten Wirbel um Lukas Podolski wegen des angeblichen Medizinchecks beim FC Arsenal und der Verhandlung wegen seiner Roten Karte gegen Hertha BSC wieder einige Schlagzeilen. Das Sportgericht des DFB bestätigte am Freitag die Sperre von einem Spiel für den Nationalspieler.

Für den FC zählt im Kampf um den Ligaverbleib jeder Punkt, nicht anders sind die Vorzeichen beim Hamburger SV, der mit nur einem Punkt aus vier Spielen wieder mittendrin in der Gefahrenzone ist. „Es wird eng. Wir hatten schon einige Schlüsselspiele in dieser Saison, am Samstag folgt das nächste“, sagte HSV-Sportdirektor Frank Arnesen vor dem Heimspiel gegen den Vorletzten SC Freiburg.

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