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Markus Söder

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26.06.2019

CSU Söder will „Youtuber-Festival“ gründen

„Youtuber sind häufig größere Stars als Filmschauspieler.“

München – Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder will ein „Youtuber-Festival“ gründen.

„Ich möchte zum Beispiel ab nächstem Jahr gern einen Influencer-Preis ausloben. Das ist eine Form der Kommunikation, die wir stärker beachten müssen. Youtuber sind häufig größere Stars als Filmschauspieler“, sagte Söder der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

Der Youtuber Rezo hatte im Europawahlkampf unter anderem die digitale Kommunikation der Unionsparteien CDU und CSU in einem langen Videobeitrag heftig kritisiert. Dazu sagte der CSU-Chef, auch Bayern müsse sich bei Digitalthemen „besser aufstellen“. Dazu gehöre ein „Youtube-Festival“.

Das „erste große“ dieser Art solle nach dem Wunsch Söders in München stattfinden. Wie genau diese Veranstaltung ablaufen soll, verriet der bayerische Ministerpräsident nicht, da sich die Idee „noch im Anfangsstadium“ befinde.

Außerdem forderte er mehr Unterstützung vom Bund für Kulturveranstaltungen in Bayern, besonders für das Filmfest München. „Es kann nicht sein, dass praktisch nur die Berlinale von der Filmförderung des Bundes profitiert“, sagte Söder.

Bereits im vergangenen Jahr hatte er angekündigt, das Land Bayern werde als einer der vier Gesellschafter des Münchner Filmfests seine jährlichen Zuschüsse um drei Millionen Euro erhöhen, weil sich das Festival nicht mit Platz zwei hinter der Berlinale zufriedengeben dürfe. Diese Aussage bekräftigte der CSU-Chef jetzt: „Die drei Millionen stehen und sind pro Jahr im Doppelhaushalt 2018/19 eingeplant“, sagte er.

Die Zuschüsse des Landes könnten laut Söder noch weiter steigen, wenn der Bund und die Stadt München ebenfalls gewillt seien, mehr zu investieren. „Das ist wie beim Fußball: Geld schießt nicht nur Tore, Geld zieht auch Kultur an“, so Bayerns Ministerpräsident weiter.

Außerdem forderte er von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) eine Reform der deutschen Filmförderung, um Deutschland international und auch auf Hollywood-Niveau konkurrenzfähig zu machen. „Das ist ein Bereich, bei dem es nicht nur um Bayern geht. Wie an vielen Stellen ist Deutschland dabei zu mutlos. Der internationale Wettbewerb um Großproduktionen, auch aus den USA, ist eine nationale Aufgabe. Der Bund könnte sich stärker für eine steuerliche Begleitung solcher Produktionen einsetzen, aber auch generell mehr Fördermittel in die Hand nehmen“, sagte Söder der „Süddeutschen Zeitung“.

Sein Vorschlag sei die Gründung „einer Art nationalen Film GmbH“, in der Bund und Länder zusammenkommen, um aus den vielen kleinen Filmfördertöpfen einen großen mit mehr Schlagkraft zu machen.

Der CSU-Chef bezeichnete das Thema Film als Herzensangelegenheit: Er sei schon seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Cineast, auch wenn er es in seiner Funktion als bayerischer Ministerpräsident nicht mehr allzu oft ins Kino schaffe.

„Ins Kino gehe ich vor allem, wenn meine Söhne mir die Freude erweisen und was zusammen schauen wollen. Mein letzter Kinofilm war deshalb `Avengers: Endgame`. Wobei ich gestehe, dass mir die Marvel-Filme auch selbst sehr gut gefallen“, so der CSU-Politiker weiter.

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