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15.03.2015

BMW Reithofer weist Spekulationen zurück

„Und glauben Sie mir, ich kann sehr gut loslassen.“

München – Der scheidende BMW-Chef Norbert Reithofer ist in der „Welt am Sonntag“ Spekulationen entgegengetreten, er wäre gerne noch länger Vorstandsvorsitzender des Münchner Automobilherstellers geblieben.

„Es ist aus meiner Sicht richtig, frühzeitig klare personelle Richtungsentscheidungen zu treffen. Mit dem geplanten Wechsel an der Spitze des Unternehmens habe ich zudem zukünftig angenehmerweise auch deutlich mehr Freiheiten“, sagte Reithofer. „Und glauben Sie mir, ich kann sehr gut loslassen.“

Reithofer soll auf der BMW-Hauptversammlung Mitte Mai Platz für den derzeitigen Produktionsvorstand Harald Krüger machen. Kurz nach der Versammlung wird er 59 Jahre alt. Die offizielle Altersgrenze für BMW-Vorstände ist 60. Reithofer soll dann an die Spitze des Aufsichtsrates aufrücken.

„Im kommenden Jahr wird das Unternehmen 100 Jahre alt. Dabei wollen wir nicht nur zurück, sondern vor allem auch in die Zukunft blicken. Mit dem eingeleiteten Generationswechsel an der Spitze des Vorstands und des Aufsichtsrates soll im März 2016 die Generation im Amt sein, die auch für die Zukunft die Verantwortung trägt.“

Der BMW-Chef sagte, er sei sehr zufrieden mit der getroffenen Nachfolgeregelung. Harald Krüger sei „sein Mann“.

Er selbst habe nie gezielt darauf hingearbeitet, BMW-Chef zu werden. „Das kann man nicht planen. Wenn mir mal in meiner Anfangszeit bei BMW jemand gesagt hätte, ich würde Vorstandschef, hätte ich das niemals geglaubt. Als ich bei BMW anfing, war mein Ziel, Hauptabteilungsleiter zu werden, nicht mehr“, erinnert sich Reithofer.

Reithofer verteidigte den oft kritisierten nahtlosen Wechsel vom Posten des Vorstands- auf den des Aufsichtsratschefs. „Bei BMW hat es sich bewährt, dass sich verdiente Vorstandsvorsitzende im Anschluss an ihre Vorstandsposition zur Wahl für den Aufsichtsrat und dessen Vorsitz stellen“, so Reithofer. „Dies ist laut Aktiengesetz möglich, wenn Anteilseigner mit mindestens 25 Prozent der Stimmrechte im Interesse des Unternehmens nicht auf die Kenntnisse und Fähigkeiten eines Vorstands verzichten wollen.“

Als Chef des Kontrollgremiums werde er „grundsätzlich den Blick noch mehr auf das große Ganze richten und auch über die Branche hinaus blicken“. Reithofer bekannte, berufliche Entscheidungen von größerer Tragweite ausschließlich mit seiner Frau zu besprechen. „Und die findet meinen Wechsel gut.“

Als größten Erfolg in seiner Zeit als BMW-Chef sieht Reithofer den Bau der Elektroautos i3 und i8 an. Seine schönste Zeit bei BMW sei allerdings die als Werkleiter in Südafrika ab Mitte der 1990er Jahren gewesen. „Ich war sehr beeindruckt von Nelson Mandela. Damals herrschte in Südafrika eine unglaubliche Aufbruchstimmung, die auch mich beflügelt hat.“

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