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Blick über Moskau mit dem Kreml

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09.11.2015

Geplante Sanktions-Verlängerung Russland reagiert verärgert

„Wenn es der EU nützt, bitte sehr.“

Moskau – Als „moralische Diskriminierung“ hat Russlands Industrie- und Handelsminister Denis Manturow die von der EU geplante Verlängerung der Sanktionen gegen sein Land um ein weiteres halbes Jahr verurteilt.

„Für uns ist das inzwischen eine gewohnte Situation und wir werden damit zurechtkommen“, sagte der Ressortchef dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). „Wenn es der EU nützt, bitte sehr. Aber das sollten doch eigentlich die Unternehmer Europas entscheiden“, so Manturow.

Russland werde seinerseits die Sanktionen gegen EU-Lieferungen nicht verschärfen, vor allem nicht im Technologiesektor. „Wir sind doch keine Selbstmörder, indem wir den Kauf moderner Technologien im Ausland verbieten“, wies Manturow eine weitere Abschottung vom Westen zurück. Vielmehr lockt Russland verstärkt Auslandsinvestoren an. Vor allem High Tech-Firmen sollten dort investieren, warb Manturow.

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