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© Gregor Fischer über dpa

21.05.2015

Mordfall Hanna Verdächtiger gesteht Mord an 18-jähriger Schülerin

Zunächst hatte er abgestritten, die 18 Jahre alte Schülerin umgebracht zu haben.

Berlin – Der Verdächtige im Mordfall Hanna hat die Tat gestanden. Der 30 Jahre alte Mann aus Berlin-Lichtenberg hatte sich zuvor bei der Polizei gemeldet, nachdem Videobilder von ihm aus einem U-Bahnhof veröffentlicht worden waren.

Zunächst hatte er abgestritten, die 18 Jahre alte Schülerin umgebracht zu haben. In der Nacht zum Donnerstag legte er dann aber ein Geständnis ab. Auch wegen der Spurenlage sei der Mann dringend verdächtigt, den Sexualmord begangen zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der Mann sei bisher nicht polizeibekannt gewesen, sagte Polizeisprecherin Susann Nabe. Hanna wurde demnach von einem Fremden umgebracht. Täter und Opfer hätten sich nicht gekannt. Im Laufe des Donnerstags sollte ein Haftbefehl erlassen werden. Ob der Mann auch gestanden hat, das Mädchen missbraucht zu haben, war zunächst unklar. Ebenfalls offen war, wie sich das Verbrechen abspielte und welche Spuren es gab.

Die Schülerin war in der Nacht zum Samstag auf dem Heimweg von einer Party getötet worden. Eine Passantin fand die Leiche am Morgen in einem Gebüsch nahe dem S- und U-Bahnhof Wuhletal in Kaulsdorf. Sie lag neben dem Verbindungsweg zu einer Wohnsiedlung am östlichen Stadtrand Berlins. Laut Staatsanwaltschaft starb Hanna durch Gewalt gegen den Oberkörper.

Die Tat hat viele Menschen bewegt, auch wegen der Videobilder. Auf den Überwachungsfilmen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) war laut Polizei zu sehen, wie sich ein Mann schon auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Frankfurter Allee auffällig für das spätere Opfer interessiert. Im Waggon soll er vom Sitz aufgesprungen sein, als die Schülerin um 1.37 Uhr in Wuhletal ausstieg. Auf dem Bahnsteig sei er ihr zügig zum Ausgang gefolgt. Auf Bildern war der Mann deutlich zu erkennen. Kurz nach der Veröffentlichung meldete er sich bei der Polizei in Hellersdorf.

Trauernde stellten Kerzen am Weg zwischen dem S- und U-Bahnhof Wuhletal und der Dorfstraße auf. „Die Kerzen sollen dem Ort das Grauen ein Stück weit nehmen“, sagte Pastorin Steffi Jawer am Abend. Mehrere hundert Menschen besuchten die Andacht der evangelischen Kirchengemeinde der jungen Frau.

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