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Montgomery kritisiert Ärztepfusch-Statistik

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17.02.2012

Bundesärztekammer Montgomery kritisiert Ärztepfusch-Statistik

“Verfahren der Erhebung ist wenig aussagekräftig”.

Passau – Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, zweifelt an der Aussagekraft der Statistik zu tödlichen Behandlungsfehlern. “Die Todesursachen sind mit einem statistisch-bürokratischen Verfahren erhoben worden, das wenig aussagekräftig ist”, sagte er der “Passauer Neuen Presse” (Freitagausgabe). “Ich bezweifle sehr, dass man daraus den Schluss ziehen kann, dass Behandlungsfehler zugenommen hätten.”

Nach Angaben der Bundesregierung kamen durch Ärztepfusch und mangelhafte Medizinprodukte 2010 fast 35 Prozent mehr Patienten ums Leben als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Todesfälle stieg danach von 1.272 auf 1.712.

“Die Kernanschuldigungen, die aus der Statistik herausgelesen werden, haben nichts oder nicht unbedingt etwas mit dem Arzt zu tun”, sagte Montgomery. So seien Abstoßungsreaktionen bei einer Transplantation eine klassische Komplikation, für die der Arzt nichts könne. Auch mangelnde Desinfektion sei sehr oft kein Arztfehler, sondern ein Strukturfehler.

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