Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

07.09.2011

Möbelhändler XXXLutz fühlt sich von Verdi unter Druck gesetzt

München – Der Möbelhändler XXXLutz fühlt sich von der Gewerkschaft Verdi unter Druck gesetzt. Verdi beobachtet das Unternehmen seit Jahren aufmerksam und hat Missstände öffentlich gemacht. Aufgedeckt wurden Verstöße gegen das Arbeitsrecht. „Ziel von Verdi ist es, uns gefügig zu machen – dann würden die Medienberichte nachlassen, hören wir von Verdi“, sagt Deutschland-Chef Helmuth Götz im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“.

XXXL setze auf branchen- und standortspezifische Vereinbarungen. Die seien flexibler als Tarifverträge. „Wir machen das in Deutschland mit unseren 19 Betriebsratsgremien, zu denen wir in fast allen Fällen ein gutes Verhältnis haben“, sagt Götz. In Österreich, wo das Unternehmen 1945 gegründet wurde, seien die Gewerkschaften konstruktiver.

Seit einiger Zeit gebe es bei XXXL einen Führungs- und Verhaltenskodex, den Führungskräfte unterschreiben müssten. „Wo wir Verstöße gegen das Arbeitsrecht erkennen, stellen wir dies ab“, erklärt Götz. Geplant sei auch die Schaffung eines Kontrollgremiums, das die Filialen regelmäßig kontrollieren soll. In dem Gremium sollen zwei Betriebsräte, ein Mitglied der Geschäftsleitung, eine Person des öffentlichen Lebens und ein Gewerkschaftsvertreter sitzen. Dadurch sollen Missstände vermieden werden.

Das Unternehmen ist nach Ikea und Höffner drittgrößtes Möbelhaus in Deutschland. Es beschäftigt hier 9.300 Mitarbeiter und setzt 1,3 Milliarden Euro um.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/moebelhaendler-xxxlutz-fuehlt-sich-von-verdi-unter-druck-gesetzt-27466.html

Weitere Nachrichten

Parlament Griechenland

© Gerard McGovern / CC BY 2.0

Wirtschaftsweiser Athen muss Akzeptanz für Reformen schaffen

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, hat die griechische Regierung aufgefordert, endlich zu den nötigen Reformen zu stehen, um die ...

Clemens Fuest 2012 ZEW

© Institut der deutschen Wirtschaft Köln / CC BY 2.0

Agenda 2010 Wirtschaftsweisen-Chef warnt SPD vor Aufweichung

Deutsche Top-Ökonomen haben die SPD davor gewarnt, die Reformagenda 2010 aufzuweichen. "Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, ...

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Weitere Schlagzeilen