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Flüchtlinge

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01.06.2016

Bundespolizei warnt Mitteldeutschland im Visier der Schleuser

Allein im März 2016 fasste die Bundespolizei in Mitteldeutschland 21 Schleuser.

Halle – In Mitteldeutschland registriert die Bundespolizei wieder verstärkt Aktivitäten von Menschenschlepper-Banden. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Nach der Schließung der Balkanrouten suchen Schleuser den Umweg über die Grenzen zu Tschechien und Polen.

„Nach Monaten stellen wir in den letzten Wochen wieder fest, dass die Schleusungen nach Mitteldeutschland zunehmen“, sagte Markus Pfau, Chef der Bundespolizei-Inspektion für Kriminalitätsbekämpfung mit Sitz in Halle der Mitteldeutschen Zeitung. „Auch der Handel mit gefälschten Dokumenten hat in den letzten Monaten stark zugenommen.“ Im August 2015, der zwischenzeitlichen Hochzeit der Schlepperkriminalität, waren laut Bundespolizei täglich bis zu 200 eingeschleuste Flüchtlinge nach Mitteldeutschland gekommen.

„Es gibt seit etwa vier, fünf Wochen wieder vermehrt Fälle, in denen Nicht-EU-Bürger in kleinen Transportern über die Staatengrenzen gebracht werden, seitdem die freie Passage der Balkanroute nicht mehr möglich ist“, sagte Pfau dem Blatt. Allein im März 2016 fasste die Bundespolizei in Mitteldeutschland 21 Schleuser, die Zahlen für April und Mai seien noch einmal „deutlich höher“, aber noch nicht abschließend erhoben, heißt es bei der Bundespolizei.

Für die Schlepper geht es bei den illegalen Transporten um viel Geld. Bis zu 15 000 Euro kassieren die Banden beispielsweise pro Syrer, der sich für die Flucht aus dem Bürgerkriegsland nach Europa entscheidet. Ein passendes Dokumentenpaket – ein gefälschter Pass, eine Krankenkarte und ein Führerschein – kann rund 5 000 Euro kosten.

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