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06.10.2014

Parteien Mitgliederzahlen von CDU, SPD und FDP sinken auf Tiefstand

Bei den kleinen Parteien schneidet die FDP am schlechtesten ab.

Berlin – Die Mitgliederzahlen von CDU, SPD und FDP sind auf neue historische Tiefstände gefallen. Die SPD kann ihre Stellung als mitgliederstärkste Partei zwar knapp vor der CDU behaupten. Allerdings gingen den Sozialdemokraten nach Dezember 2013 (Mitgliederstand: 473.662) deutlich mehr Mitglieder verloren als der CDU. Im Juni 2014 zählte die SPD nach Angaben der Parteizentrale im Willy-Brandt-Haus 467.047 Mitglieder (minus 1,4 Prozent).

Die CDU kam, wie die Bundesgeschäftsstelle dem „Handelsblatt“ auf Anfrage mitteilte, auf 463.520 (minus 0,8 Prozent) – und hatte damit 3.527 Mitglieder weniger als die SPD. Im Dezember 2013 hatte die CDU noch 467.076 Mitglieder.

CDU und SPD liefern sich seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel der mitgliederstärksten Partei. Berücksichtigt man dabei allerdings auch die CSU mit ihren rund 148.000 Mitgliedern, ist die Union insgesamt mit Abstand die größte Parteiengruppierung in Deutschland.

Die CDU betrachtet den Mitgliederschwund als Herausforderung. „Gerade mit der jetzt angestoßenen Parteireform wollen wir neue Beteiligungs- und Mitmachformen finden, damit auch künftig eine Mitgliedschaft für möglichst viele Menschen attraktiv ist“, sagte eine Sprecherin dem „Handelsblatt“. Dass die CDU nach wie vor eine große Anziehungskraft habe, zeige die Zahl von gut 1.000 Neueintritten pro Monat. Allerdings ist der Saldo immer negativ, da deutlich mehr Mitglieder die Partei verlassen als ihr beizutreten.

Bei den kleinen Parteien schneidet die FDP am schlechtesten ab. Nach Angaben aus der FDP-Zentrale sank die Zahl von Dezember 2013 (57.263) um rund 1.263 auf jetzt 56.000 (minus 2,2 Prozent). Das ist ein historischer Tiefstand.

Bei den Grünen sieht es vergleichsweise besser aus, auch wenn die Partei geringe Verluste hinnehmen muss. Die Mitgliederzahl sank von Dezember 2013 (61.321) bis Juni 2014 (61.170) um 151 (minus 0,2 Prozent).

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