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Mit Frust zurück in die feiernde Domstadt

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18.02.2012

1. FC Köln Mit Frust zurück in die feiernde Domstadt

Pekhart schießt Köln in die Krise – Nürnberg siegt erstmals seit drei Spielen wieder.

Nürnberg – Sie fahren mit Frust zurück in die feiernde Domstadt. Mitten im Karneval herrscht beim 1. FC Köln nach dem 1:2 (0:1) beim 1. FC Nürnberg Katerstimmung. Nach einer turbulenten Woche mit vielen Negativschlagzeilen mussten die Rheinländer die nächste Pleite einstecken, doch Trainer Stale Solbakken wollte keine Ausreden gelten lassen: “Die Unruhe unter der Woche ist keine Entschuldigung für das Ergebnis. Wir stecken jetzt im Abstiegskampf drin.”

Noch deutlichere Worte fand Kölns Torwart Michael Rensing: “Wir sind im Abstiegskampf angekommen und jetzt langsam dazu verdammt, zu gewinnen. Die Situation ist ernst, aber wir sollten auch nicht nervös werden und alles infrage stellen.”

Alexander Esswein mit einem fulminanten Distanzschuss (28. Minute) und Tomas Pekhart (85.) hatten die Tore für den 1. FC Nürnberg erzielt, Milivoje Novakovic (66.) für die Gäste vom Rhein zunächst ausgleichen können. Für Köln war es bereits die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Spielen. Nürnberg war dagegen zum ersten Mal seit drei Partien wieder erfolgreich und überholte die Kölner in der Tabelle.

“Wir waren die bessere Mannschaft, und der Ausgleich war sehr ärgerlich. Es freut mich für Tomas Pekhart. Das Tor gibt ihm sicher Selbstvertrauen”, erklärte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking, “wenn die Konkurrenten verlieren, war dies unser Spieltag.” Kölns Milivoje Novakovic sagte: “So ist Fußball. Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt als in der ersten und müssen jetzt trotzdem positiv denken. Im nächsten Spiel müssen wir es besser machen.” Sein Teamkollege Christian Eichner erklärte: “Es war sicher kein Leckerbissen heute. Der Club hat besser nach vorn gespielt als wir. Was unter der Woche passiert ist, interessiert beim Anpfiff kein Schwein mehr.”

Nürnberg wirkte vor 38.101 Zuschauern bemühter, konnte sich bis zur 28. Minute aber kaum eine nennenswerte Torchancen erarbeiten. So war es ein Sonntagsschuss von Esswein, der die Franken in Führung brachte. Der vergangene Woche noch wegen zu lascher Trainingsleistungen aus der Stammformation gestrichene Stürmer zog nach einem Eckstoß aus 17 Metern ab und traf zum 1:0. Sein dritter Saisontreffer war gleichzeitig das erste Nürnberger Tor seit drei Bundesligaspielen.

Von Köln war ohne Topstürmer Lukas Podolski (15 Ligatreffer) weiterhin wenig zu sehen. Eigentlich wollte sich der FC nach einer turbulenten Woche mit einem Autounfall unter Alkoholeinfluss von Miso Brecko, einer Partynacht bis in die Morgenstunden einiger Kollegen und Podolskis’ Vereinskritik in einem unautorisierten Interview mit einem sportlichen Erfolg zurückmelden. Doch die einzige echte Chance vergab Novakovic freistehend mit einem Kopfball in die Arme von Schäfer (35.).

Nach dem Seitenwechsel wirkte Köln zunächst agiler, kam trotz neuen Schwungs aber kaum zu Torgelegenheiten. Nürnberg blieb nach Standards gefährlich. Für die größte Chance sorgte allerdings ein gelungener Spielzug. Jens Hegeler flankte auf den stark aufspielenden Markus Feulner, der es mit einem Volleyschuss versuchte und an der Fußabwehr von Rensing scheiterte. Doch Köln kam noch einmal zurück und erzielte wie aus dem Nichts das 1:1. Novakovic nutzte das große Durcheinander im Nürnberger Strafraum und sorgte mit seinem Schuss aus fünf Metern für den Ausgleich, ehe Pekhart die Kölner mitten im Karneval in die Krise schoss.

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