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Mit E.on geht es wieder aufwärts

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02.05.2012

Börsenpflichtmitteilung Mit E.on geht es wieder aufwärts

Im ersten Quartal steigert der durch den Atomausstieg angeschlagene Konzern sein Ergebnis deutlich.

Düsseldorf – Nach dem durch die Energiewende ausgelösten drastischen Ergebniseinbruch geht es bei Deutschlands größtem Energieversorger E.on wieder aufwärts. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde im ersten Quartal 2012 mit rund 3,8 Milliarden Euro voraussichtlich gut acht Prozent höher ausfallen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, berichtete das Unternehmen in einer am Mittwoch veröffentlichten Börsenpflichtmitteilung.

Der um Sondereffekte bereinigte nachhaltige Konzernüberschuss soll voraussichtlich sogar um 30 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro steigen.

Der Düsseldorfer Energiekonzern hatte 2011 mit einem Verlust von 2,2 Milliarden Euro erstmals in der zwölfjährigen Firmengeschichte rote Zahlen präsentieren müssen. Ausschlaggebend dafür waren neben dem Atomausstieg Milliardenabschreibungen im Auslandsgeschäft und Verluste im Gashandel. Doch will der Konzern schnell wieder zu alter Stärke zurückfinden. Schon 2013 werde E.on wieder zu einem Ergebnis kommen, das in etwa dem Niveau vor Beginn der Konsolidierung entspreche, sagte Konzernchef Johannes Teyssen kürzlich.

Trotz des guten Starts zeigte sich der Konzern allerdings bei der Prognose für das laufende Jahr weiter zurückhaltend. E.on bekräftigte lediglich die Erwartung, dass das Ebitda in einer Bandbreite von 9,6 bis 10,2 Milliarden Euro und damit etwas über dem Niveau des Krisenjahres 2011 liegen werde. Den nachhaltigen Konzernüberschuss sieht das Unternehmen 2012 in einer Bandbreite von 2,3 bis 2,7 Milliarden Euro – und damit in etwa auf Vorjahreshöhe.

Rasche Fortschritte erwartet der Konzern auch beim Verkauf von Unternehmensteilen, mit dem E.on seine Verschuldung reduzieren will. Der Verkaufsprozess für die Gasnetz-Tochter Open Grid Europe sei in der Endphase, sagte Finanzvorstand Marcus Schenck der Düsseldorfer „Börsen-Zeitung“. Er gehe davon aus, „dass wir noch im Laufe des Monats Mai zu einer Unterschrift von verbindlichen Verträgen kommen werden“. Die verbliebenen Bieter nannte er nicht. Der Zeitung zufolge schätzen Analysten den Verkaufspreis für das Gasnetz auf mehr als zwei Milliarden Euro.

E.on plant zudem den Verkauf weiterer Randgeschäfte. „In unserem Portfolio findet man durchaus noch Assets, die nicht zu unserem übrigen Geschäft passen. Wir sind heute noch zu divers aufgestellt“, erklärte Schenck.

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