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06.12.2009

Müller sieht in Jamaika-Bündnis “Zäsur” in der Parteiengeschichte

Saarbrücken – Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hat das neue „Jamaika“-Bündnis im Saarland als „Zäsur in der Parteiengeschichte Deutschlands“ bezeichnet. „Die Unterscheidung in ein bürgerliches und ein linkes Lager ist genauso veraltet wie die Trennung von Ökonomie und Ökologie“, sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Angesichts von 50 Prozent Wechselwählern müsse man sich vom „Lagerdenken“ trennen. „Wenn sich im Saarland zeigt, dass eine Jamaika-Konstellation gut und erfolgreich zusammen arbeiten kann, wird dies auch das strategische Denken bundesweit beeinflussen“, hob Müller hervor.

Der grüne Fraktionsvorsitzende im saarländischen Landtag, Hubert Ulrich, sagte Focus, von „Jamaika“ könne die gesamte Gesellschaft profitieren. Bei CDU und FDP komme durch die Zusammenarbeit mit den Grünen in der Atomenergiefrage ein Prozess in Gang wie bei der SPD vor 20 Jahren. Saar-FDP-Chef Christoph Hartmann sieht seine Partei im Jamaika-Bündnis als „Scharnier“ zwischen Schwarz und Grün. Überholte ideologische Grabenkämpfe könnten überwunden werden, so der Landeswirtschaftsminister.

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