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23.01.2013

Wirtschaftsforscher Mindestlohn würde Staat massiv entlasten

Mindestlohn wäre Beitrag zu einer wieder leistungsgerechten Entlohnung.

Berlin – Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, befürwortet den SPD-Vorstoß zur Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns: „In Deutschland würden Mindestlöhne ferner den Staat massiv entlasten, da dann die Aufstockung niedriger Lohneinkommen im Rahmen von Hartz IV deutlich reduziert würde“, sagte Horn „Handelsblatt-Online„.

Flächendeckende Mindestlöhne würden zudem das Ausufern des Niedrig-Lohnbereichs verhindern und die Verhandlungsposition von Arbeitnehmern stärken, sagte der IMK-Chef weiter. „Das wäre ein Beitrag zu einer wieder leistungsgerechten Entlohnung, die auch die Arbeitnehmerentgelte wieder stärker an die Produktivitätszuwächse koppelt.“

Zugleich trat Horn Aussagen entgegen, wonach Mindestlöhne zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führten. „Die jüngeren und mit anspruchsvollen statistischen Methoden durchgeführten Analysen aus den USA zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Höhe der Arbeitslosigkeit und Mindestlöhnen gibt“, erklärte der IMK-Chef.

„Mindestlöhne führen demnach zu einer Umverteilung von Gewinn – zu Lohneinkommen und zu etwas höheren Preisen.“ Es wäre daher aus gesamtwirtschaftlicher Sicht wünschenswert, wenn der SPD-Vorstoß Erfolg hätte, sagte Horn.

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