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Collision Costa Concordia

© Rvongher / CC BY-SA 3.0

28.01.2012

Costa Concordia Mindestens fünf Deutsche starben

Fünftes Opfer kommt aus Baden-Württemberg.

Berlin/Giglio – Bei der Havarie des Kreuzfahrtschiffes “Costa Concordia” vor der toskanischen Küste sind mindesten fünf deutsche Passagiere ums Leben gekommen. Das fünfte bislang identifizierte deutsche Todesopfer stammt aus Baden-Württemberg, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart am Samstag auf dapd-Anfrage mitteilte. Ob es sich bei der identifizierten Person um einen Mann oder eine Frau handelt, sagte der Behördensprecher nicht. Auch zur genaueren Herkunft des Opfers machte das LKA keine Angaben. Das italienische Innenministerium nahm allerdings im Verlauf des Samstags den Namen einer deutschen Frau von der offiziellen Vermisstenliste.

Nach dem Schiffsunglück am 13. Januar waren zwei Frauen aus Baden-Württemberg vermisst worden: eine 66-Jährige aus Laupheim und eine 71-Jährige aus dem Raum Nürtingen. Laut Auswärtigem Amt und nach Angaben des italienischen Innenministeriums gelten weiterhin sieben Bundesbürger als vermisst. Erst am Mittwoch waren vier Todesopfer aus Deutschland identifiziert worden, darunter ein 72-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, ein 66-Jähriger aus Berlin, ein 74-Jähriger aus Hessen und eine 52-jährige Frau aus Mittelfranken in Bayern.

Im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs entdeckten Taucher italienischen Medienberichten zufolge am Samstag eine weitere Leiche. Dabei handele es sich um eine Frau, die offenbar keine Rettungsweste getragen habe, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Damit stieg die Zahl der geborgenen Todesopfer bei dem Schiffsunglück auf 17. An Bord der “Costa Concordia” befanden sich rund 4.200 Passagiere.

Unterdessen verzögerten sich wegen hohen Seegangs vor der Insel Giglio die Arbeiten zum Abpumpen von Treibstoff aus dem Schiff. Eigentlich wollte das niederländische Bergungsunternehmen Smit am Samstag mit dem Abpumpen beginnen. Ein Smit-Sprecher sagte, mit den Arbeiten könne voraussichtlich erst Mitte kommender Woche begonnen werden, da Meteorologen noch bis mindestens Dienstag mit schlechten Wetterbedingungen rechneten. In den Tanks des Kreuzfahrtschiffes befinden sich rund 2.400 Tonnen Schweröl und Treibstoff.

Der Kapitän der “Costa Concordia”, Francesco Schettino, steht unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt ihn des Totschlags und wirft ihm vor, eine Havarie verursacht sowie sein Schiff verlassen zu haben, bevor alle Passagiere in Sicherheit gebracht worden seien.

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