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Microsoft stimmt in Vorwürfe gegen Google ein

© Robert Scoble / flickr.com, Lizenz: CC-BY

21.02.2012

Datenschutz Microsoft stimmt in Vorwürfe gegen Google ein

Google nutzt eine technische Lücke, um sogenannte Tracking-Cookies auf Geräten abzusetzen.

Redmond/Berlin – Der Streit um Googles Datenschutzpolitik geht in eine neue Runde. Nun wirft auch der Windows-Hersteller Microsoft dem Internet-Konzern vor, die Sicherheitseinstellungen seines Browsers Internet Explorer (IE) zu umgehen und so ohne die Zustimmung der Betroffenen Informationen über ihr Surfverhalten zu sammeln. Google hielt dagegen, Microsofts Vorgaben seien veraltet.

Google nutze eine technische Lücke, um sogenannte Tracking-Cookies auf Geräten abzusetzen, schrieb ein Microsoft-Manager in der Nacht zum Dienstag in einem Firmenblog. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Google offenbar mit einem ähnlichen Trick die Datenschutzbestimmungen des Apple-Browsers Safari ausgehebelt hat.

“Wir haben uns gefragt, ob Google auch die Datenschutzvorgaben im Internet Explorer umgeht”, schrieb der für das Programm verantwortliche Dean Hachamovitch. “Wir haben herausgefunden, dass die Antwort ja ist.” Er empfahl den Nutzern daher den Wechsel auf die neueste IE-Version mit strengeren Sicherheitsvorgaben.

Microsofts Sicherheitsvorgaben seien veraltet und würden weitgehend ignoriert, widersprach eine Google-Sprecherin den Vorwürfen. “Es ist selbst Microsoft bekannt, dass es nicht möglich ist, diese Vorgaben zu erfüllen und moderne Web-Funktionen anzubieten.”

Cookies sind Dateien, die eine Webseite auf dem Rechner eines Nutzers ablegt. Sie speichern häufig personenbezogene Daten, die bei einem späteren Besuch wieder aufgerufen werden. Dadurch können Seitenanbietern Nutzern beispielsweise gezielt Werbung zuspielen.

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