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06.04.2010

Michael Jacksons Leibarzt darf vorerst weiter praktizieren

Los Angeles – Der frühere Leibarzt von Michael Jackson darf vorerst weiter praktizieren. Eine Anhörung gegen den wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Conrad Murray vor dem Obersten Gerichtshof in Kalifornien verlief am Montag (Ortszeit) ergebnislos. An dem Gerichtstermin in Los Angeles nahmen auch Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Jermaine, Randy und Janet teil. Dutzende Fans des King of Pop hatten sich vor dem Gericht versammelt. Eine neue Anhörung soll Mitte Juni stattfinden. Erst dann droht Murray der Entzug seiner Zulassung.

Die kalifornische Staatsanwaltschaft will für ihren Bundesstaat ein Berufsverbot gegen den Arzt verhängen. Murrays Anwälten zufolge könnte dies eine ähnliche Entscheidung in Texas und Nevada nach sich ziehen, wo der Mediziner Praxen unterhält. Dies wäre für den Arzt eine „finanzielle und persönliche Katastrophe“, erklärten seine Anwälte. Murrays hatte dem unter Schlafstörung leidenden Jackson nach eigener Darstellung auf dessen wiederholten und ausdrücklichen Wunsch das Narkosemittel Propofol gespritzt. Der Star hatte am 25. Juni einen Herzstillstand erlitten. Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Ihm drohen bis zu vier Jahre Haft.

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