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Michael Jackson Prozess: Dr. Conrad Murray weint vor Gericht

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27.10.2011

Conrad Murray Michael Jackson Prozess: Dr. Conrad Murray weint vor Gericht

Dr. Conrad Murray kamen während seines Gerichtsprozesses die Tränen. Michael Jacksons Leibarzt wird der fahrlässigen Tötung des Popstars beschuldigt, weshalb er sich momentan vor Gericht verantworten muss. Gestern, 26. Oktober, brach er Berichten zufolge sogar in Tränen aus, als er sich einige Zeugenaussagen anhörte.

Unter den fünf Zeugen, die die Verteidigung gestern auf den Plan rief, gehörte Ruby Mosley, die sich für Dr. Murray aussprach und ihn für sein ärztliches Engagement in einer einkommsschwachen Gemeinde in Texas lobte. So sagte sie: „Wenn dieser Mann gierig wäre, dann wäre er niemals in eine Gegend oder Gemeinde in Acres Homes gekommen, wo 75 Prozent der Menschen arm sind und ohne Sozialhilfe und soziale Sicherheit auskommen.“

Die Anklage beschuldigt Dr. Murray hingegen, bei der Behandlung von Jackson vor allem auf das Monatsgehalt von 150.000 US-Dollar (rund 107.000 Euro) aus gewesen zu sein.

Andrew Guest, ein ehemaliger Patient des Mediziners, erklärte indes im Zeugestand, dass Dr. Murray ihm 2002 das Leben gerettet hatte, nachdem er an einem Herzleiden erkrankt war. „Dieser Mann, der dort sitzt, ist der beste Arzt, den ich je gesehen habe“, gab Guest zu Protokoll. „Durch diesen Mann bin ich heute am Leben.“

Auch andere Patienten des Arztes, der sowohl eine Praxis in Texas als auch Las Vegas betreibt, sangen ein Loblied auf ihn und beschrieben ihn als fürsorglich, geduldig und großzügig. So soll er denen, die es sich nicht leisten konnten, seine Dienste sogar kostenlos angeboten haben.

Lunette Sampson beteuerte: „Dr. Murray ist nicht die Art von Arzt, die durch eine Behandlung hetzt. Wenn wir zu ihm kommen, wissen wir, dass er sich Zeit nimmt.“

Noch diese Woche wird entschieden, ob Dr. Murray selbst in den Zeugenstand treten wird.

Michael Jackson starb an einer Überdosis des Narkotikums Propofol, dass Murray ihm verabreicht haben soll, bevor er ihn unbeaufsichtigt ließ. Er behauptet jedoch, dass der Sänger sich das Propofol selbst verabreichte. Sollte Dr. Murray für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.

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