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03.02.2011

Michael Fuchs regt Zuwanderung aus armen EU-Ländern an

Berlin – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, hat vor dem Spanien-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag angeregt, statt um Zuwanderer aus nicht-europäischen Ländern um Zuwanderer aus wirtschaftlich schwachen EU-Staaten wie Spanien zu werben. „Wir werden viele junge Leute brauchen“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Und ich kann mir ganz gut vorstellen, dass wir in diesen Ländern Anwerbeaktionen starten.“

2015 gebe es in Deutschland schon 150.000 Auszubildende weniger als heute. Das sei eine alarmierende Zahl, so Fuchs. Spanien oder Portugal hätten ihrerseits ein Problem, weil sie jungen Leuten keine Jobs anbieten könnten. „Es ist ein Stück gelebte europäische Solidarität, wenn wir sie unterbringen. Wir schlagen dabei zwei Fliegen mit einer Klappe. Diese jungen Leute haben eine Zukunftsperspektive. Und wir lösen unser Problem.“ Die demografische Entwicklung könne niemand wegdiskutieren, betonte der CDU-Politiker. „Es wird irgendwann eine Notwendigkeit sein, im Ausland wieder Leute anzuwerben.“

Merkel will das Thema in Madrid ansprechen. 2010 waren lediglich 34.200 Spanier in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das Interesse junger Spanier an Jobs im Ausland dürfte künftig aber deutlich wachsen. Infolge der Wirtschaftskrise in dem Land ist die Jugendarbeitslosenquote auf 43 Prozent emporgeschnellt. Mitte der sechziger Jahre gab es 165.000 spanische „Gastarbeiter“ in Deutschland.

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