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Merkel soll Betreuungsgeld stoppen

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06.04.2012

Nahles Merkel soll Betreuungsgeld stoppen

„Bundeskanzlerin hat sich auf Schnapsidee festgelegt“.

Berlin – Im Streit über das Betreuungsgeld empfiehlt die SPD Angela Merkel, über Ostern in sich zu gehen und das Projekt noch zu stoppen. „Die Bundeskanzlerin hat sich hier auf eine Schnapsidee festgelegt“, sagte Generalsekretärin Andrea Nahles in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Merkels jüngster Versuch, ein Machtwort zu sprechen, habe quasi scheitern müssen. „Denn angesichts der Sinnlosigkeit des Projekts gehen der Kanzlerin immer mehr eigene Leute von der Fahne.“

Nahles bedauerte, dass sich die CDU-Vorsitzende nun dem Druck der CSU beuge, die ihr Lieblingsprojekt durchboxen wolle. „Offenbar ist dieser Unsinn der Preis, um den inneren Frieden in der Koalition wenigstens notdürftig zu sichern.“

Sachlich sei das Betreuungsgeld falsch, sagte Nahles. „Es kostet Milliarden, geht aber an den Bedürfnissen der Eltern vorbei.“ Momentan fehle ja schon das Geld, um genügend Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige zu schaffen und den Rechtsanspruch ab 2013 zu gewährleisten.

Die Leistung von bis zu 150 Euro monatlich sollen ab 2013 Eltern erhalten, die ihre zwei- und dreijährigen Kinder zu Hause betreuen und nicht in eine Einrichtung geben.

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