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27.09.2014

Merkel Schulen müssen Herausforderungen der digitalen Welt annehmen

Die „digitale Welt“ sei aus ihrer Sicht die größte Herausforderung für die Schulen.

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel macht sich für die Vermittlung von Computerkenntnissen in den Schulen stark. Lehrinhalte müssten sich mit den Zeiten verändern, sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Die „digitale Welt“ sei aus ihrer Sicht die größte Herausforderung für die Schulen. Als Beispiele nennt die Bundeskanzlerin die Nutzung digitaler Medien und der Umgang mit den eigenen Persönlichkeitsrechten.

In welcher Form das in die Lehrpläne eingearbeitet werde, sei die Entscheidung der Bundesländer. Merkel zollte Lehrerinnen und Lehrern ihren Respekt und sagte ihnen „ein herzliches Dankeschön“. Sie unterstrich, die Qualität der Lehrerausbildung müsse besonders gut sein. Bund und Länder arbeiteten an einer gemeinsamen Ausbildungsoffensive. Die Bundesregierung gebe hierfür in den nächsten zehn Jahren 500 Millionen Euro aus, so die Bundeskanzlerin.

Aber auch später sei das Thema Qualifizierung „immer wieder sehr wichtig“. „Heute kommen Schülerinnen und Schüler in die Schule, die wachsen ganz natürlich mit dem Computer auf“, so Merkel. Lehrerinnen und Lehrer müssten die Gelegenheit bekommen, dieses Feld gut zu beherrschen.

Am kommenden Dienstag wird Merkel an der Prälat-Diehl-Schule in Groß-Gerau mit Oberstufenschülern diskutieren. Zur Frage „G8/G9“ sagte die Bundeskanzlerin, ihrer Erfahrung nach könne man sowohl nach zwölf als auch nach 13 Jahren ein gutes Abitur machen. Wichtig sei, dass die Lehrpläne auf die Schulzeit abgestimmt seien und man den Anschluss finde, wenn man in ein anderes Bundesland umziehe.

„Das heißt also, dass die Lehrpläne auch ein Stück weit aufeinander abgestimmt sind, und hier hat die Kultusministerkonferenz in den vergangenen Jahren viel getan“, so die Bundeskanzlerin.

Erneut hebt die Bundeskanzlerin die Bedeutung von Sprachtests hervor. Das heiße, so Merkel, „dass die Kinder mit Migrationshintergrund auch wirklich die Sprachanforderungen beherrschen; und manchmal sind es ja auch Kinder aus deutschen Elternhäusern, die auch noch Sprachförderung brauchen.“

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